Der Glaubensabfall geschieht immer schneller, unfassbar, wie rasant es abwärts geht!

 

Bischof Rentzing: Christlich-islamischer Dialog ist eine gute Sache

https://www.sonntag-sachsen.de/bischof-rentzing-christlich-islamischer-dialog-gute-sache

https://www.idea.de/frei-kirchen/detail/rentzing-wahrhaftiger-christlich-islamischer-dialog-benennt-trennendes-101216.html

 

Kirchliche Prälatin: „Christopher Street“ Day verbreitet „Geist der Freiheit“

https://www.idea.de/gesellschaft/detail/praelatin-christopher-street-day-verbreitet-den-geist-der-freiheit-101336.html

 

Evangelische Kirche beim Christopher-Street-Day

http://www.idea.de/frei-kirchen/detail/evangelische-kirche-in-oldenburg-erstmals-beim-christopher-street-day-101440.html

 

Kirche für Abschaffung des zweiten Pfingstfeiertags

An diesem Sonntag feiern die Christen das Pfingstfest. Eine protestantische Kirche in den Niederlanden nutzt diesen Anlass, um die Abschaffung des offiziellen zweiten Pfingstfeiertags vorzuschlagen. Die Niederländer haben diesen Feiertag offiziell seit 1815 begannen, aber die Kirche wünscht ihn durch einen anderen offiziellen Feiertag zu ersetzen, und zwar durch den Tag Eid-al-Fitr, mit dem das Ende des islamischen heiligen Monats Ramadan begangen wird.

http://www.pi-news.net/geert-wilders-der-ausverkauf-von-pfingsten-an-den-islam/


Beispiel für Abfall der Kirche


Diese Meldung ist absolut nicht überraschend. Weitere EKD-Gliedkirchen werden nachziehen. Die theologisch konservativen Gruppen sollten nicht nur protestieren, sondern austreten und neue Gemeinden gründen.

 

 

Nordkirche / 30. September 2016

 

Ja zur Segnung gleichgeschlechtlicher Partner

 

 

Lübeck-Travemünde (idea) – In der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) können künftig gleichgeschlechtliche Partner in öffentlichen Gottesdiensten gesegnet werden. Das hat die Synode am 29. September in Lübeck-Travemünde mit großer Mehrheit beschlossen. Das Gesetz wird voraussichtlich im November in Kraft treten. Es wurde bei nur drei Gegenstimmen und fünf Enthaltungen angenommen. Damit werden Segnungen gleichgeschlechtlicher Partnerschaften als Amtshandlung in das Kirchenbuch eingetragen. Sollte ein Pastor nach Beratung im Kirchengemeinderat eine solche Handlung im Gottesdienst ablehnen, muss er den zuständigen Propst informieren, der für die gottesdienstliche Feier der Segnung sorgt.

 

Bischof Abromeit: Kirchenmitglieder drohen mit Austritt

 

Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin) sagte in der Aussprache, dass mit der Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften keine Entwertung der Ehe verbunden sei: „Eine Amtshandlung – auch die Trauung – segnet nicht die Lebensform. Sondern: In ihr werden Menschen gesegnet, die sich miteinander auf den Weg machen.“ Man orientiere sich mit dem Beschluss nicht am „Zeitgeist“. Ulrich: „Es sind Impulse des Evangeliums selbst, die dazu führen, dass wir unsere Auslegung und unser Verständnis des Evangeliums immer wieder kritisch überprüfen und diskutieren.“ Er kündigte eine Handreichung für die rund 1.000 Kirchengemeinden an, in der es Hilfen und Anregungen für die Gottesdienste geben soll. Ulrich ist auch Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD). Der Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern der Nordkirche, Hans-Jürgen Abromeit (Greifswald), äußerte „große Bedenken“ gegen die Segnung von Menschen in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften. Er wisse von Kirchenmitgliedern, die deshalb einen Kirchenaustritt erwögen. Er habe sie gebeten, das nicht zu tun: „Ich glaube, dass wir in unserer Kirche beieinander bleiben sollen, auch wenn wir in wichtigen Fragen wie dieser unterschiedlicher Meinung sind – solange wir uns gegenseitig unsere persönliche Gewissensfreiheit lassen.“ Abromeit sagte weiter, dass die Ehe von Mann und Frau das Leitbild für das Zusammenleben von Menschen sei. Die Homosexualität werde dagegen in der Bibel „durchgehend sehr negativ“ beurteilt. Die Unterscheidung der Beschlussvorlage zwischen „Segnung“ von Lebenspartnerschaften und „Trauung“ von Ehepaaren habe ihm geholfen, dem Entwurf dennoch zuzustimmen. Er bat Kritiker der Vorlage, „um des Friedens in unserer Kirche willen“, dies ebenso zu tun. Sollte die Unterscheidung zwischen Trauung und Segnung jedoch eines Tages fortfallen, könne dies zur „Bekenntnisfrage“ führen. Der Präses der Synode, Andreas Tietze (Kiel), würdigte die Entscheidung als einen „Meilenstein“ in der Geschichte der Landessynode. Die Debatte sei angesichts unterschiedlicher Positionen von großem Respekt geprägt gewesen.

 

Kritik kommt von theologisch konservativen Gruppen

 

Kritik hatten bereits im Vorfeld der Synode theologisch konservative Gruppen geübt. Der Vorsitzende der Kirchlichen Sammlung um Bibel und Bekenntnis in der Nordkirche, Pastor Ulrich Rüß (Hamburg), schrieb in einem Offenen Brief an die Synodalen, dass eine Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften der Heiligen Schrift widerspreche: „Was die Bibel Sünde nennt, kann die Kirche nicht segnen.“ Selbstverständlich gelte der Segen Gottes allen Menschen, aber die Segnung als Paar sei ausschließlich der Ehe von Frau und Mann vorbehalten. Unterstützt wurde der Offene Brief vom ehemaligen Bischof des Sprengels Holstein-Lübeck in der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche (sie ging in der Nordkirche auf), Ulrich Wilckens (Lübeck), vom Vorsitzenden des Mecklenburgischen Gemeinschaftsverbandes, Hartmut Zopf (Karchow), und vom Konvent für Missionarische Gemeindearbeit in Mecklenburg-Vorpommern. Ferner hatte der Gemeindehilfsbund (Walsrode) die Synodalen aufgerufen, den Antrag abzulehnen.

 

 

 

 

 

Nordkirche erlaubt Homo-Ehe

 

KIEL. Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland hat beschlossen, künftig auch homosexuelle Paare zu trauen. Das hat die Landessynode des auch Nordkirche genannten Zusammenschlusses am Donnerstag mit „großer Mehrheit entschieden“. Damit sei die Segnung eines homosexuellen Paares eine „offizielle kirchliche Amtshandlung – wie ein Traugottesdienst für Mann und Frau“, teilte die Nordkirche mit. Ein entsprechender Gesetzesentwurf sei bei drei Gegenstimmen und fünf Enthaltungen angenommen worden.

 

„Das ist ein Quantensprung. Jetzt haben schwule und lesbische Paare Anspruch auf die Segnung ihrer Partnerschaft und müssen nicht mehr darum bitten“, sagte die Pröpstin des Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg, Frauke Eiben dem Nachrichtenportal shz.de. Falls ein Pastor die Segnung aus theologischen Grünen ablehne, müsse ein anderer Geistlicher sie vornehmen. Das entsprechende Gesetz werde voraussichtlich Anfang November in Kraft treten.

 

Keine Entwertung der Ehe

 

Landesbischof Gerhard Ulrich verwies laut Nordkirche darauf, daß mit der Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften keine Entwertung der Ehe verbunden sei. Eine Amtshandlung – auch die Trauung – segnet nicht die Lebensform. Sondern: In ihr werden Menschen gesegnet, die sich miteinander auf den Weg machen“, bekräftige Ulrich.

 

Die Nordkirche ist laut eigenen Angaben die fünfte Landeskirche in Deutschland, in der gleichgeschlechtliche Paare in einem öffentlichen Gottesdienst getraut werden können. Sie hat rund 2,1 Millionen Mitglieder. Im April dieses Jahres hatte die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz beschlossen, homosexuelle Paare zu trauen. (ls)

 

Quellen:

 

http://www.idea.de/frei-kirchen/detail/nordkirche-sagt-ja-zur-segnung-gleichgeschlechtlicher-partner-98397.html

 

https://jungefreiheit.de/kultur/gesellschaft/2016/nordkirche-erlaubt-homo-ehe/

 

 


 

So bereitet die EKD-Spitze die Christenverfolgung vor:

 

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landeskirche-bereiten-bibelgruppen-mehr-sorgen-als-islamisten/

 

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https://jungefreiheit.de/kultur/gesellschaft/2016/landeskirche-bereiten-bibelgruppen-mehr-sorgen-als-islamisten/

 


Der Reformator Martin Luther hätte in der heutigen Evangelischen Kirche (EKD) keinen Platz mehr

Spätestens jetzt würde Martin Luther aus der 68er-EKD herausgeworfen oder würde selber austreten! Wer es nicht glaubt, lese folgende Meldung aus idea online vom 27. Juni 2016:

 

Darin heißt es u.a.:

 

"Die reformatorischen Abgrenzungen gegenüber dem Islam können nicht ohne Weiteres in die Gegenwart übertragen werden. Diese Ansicht vertritt die Konferenz für Islamfragen der EKD in einem Impulspapier mit dem Titel ´Reformation und Islam`. ... Wie es darin heißt, muss das Verhältnis zwischen evangelischer Kirche und Islam neu bestimmt werden. ... Allerdings müsse etwa mit Blick auf das ´solus Christus´ (allein Christus) gefragt werden, ´wie die darin zum Ausdruck gebrachte Exklusivität Jesu Christi in einer religiös pluralen Gesellschaft so zum Ausdruck gebracht werden kann, dass sie im Dialog nicht als anmaßend oder überheblich wahrgenommen wird`. Die reformatorische Sicht auf den Islam, besonders die Martin Luthers (1483-1546), sei aus heutiger Sicht vielfach polemisch und einseitig. Sie stehe damit ´in einer deutlichen Spannung zu gegenwärtigen dialogischen Ansätzen, die dem Selbstverständnis und der Eigenständigkeit des muslimischen Glaubenszeugnisses Respekt und Achtung entgegenbringen möchten`.

 

 


 

Abschaffung der Frauenordination stößt auf Kritik

 

Hier die z. T. erschreckenden Reaktionen von Dr. Michael Diener und anderen, aber auch viele Kommentare:

http://www.idea.de/frei-kirchen/detail/lettland-abschaffung-der-frauenordination-stoesst-auf-kritik-97095.html

 

Der Erzbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche Lettlands, Janis Vanags. Foto: idea/kairospress

Riga (idea) – Die Entscheidung der Evangelisch-Lutherischen Kirche Lettlands, die Frauenordination offiziell abzuschaffen, sorgt in Deutschland für Diskussionen. 201 von 282 Synodalen hatten sich am 3. Juni in Riga dafür ausgesprochen, die Verfassung zu ändern und künftig nur noch Männer zum Pastorenamt zuzulassen. Die Synode begründet es mit einer Aussage aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde im griechischen Korinth (14,34), laut der die Frau in der Gemeinde zu schweigen habe. Bereits im Vorfeld hatte es Kritik an dem geplanten Beschluss gegeben. Pastorinnen aus der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers hatten in einem offenen Brief gegen das Vorgehen protestiert. In einem schriftlichen Grußwort der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) an die Synode hieß es, dass der Schritt die Kirchengemeinschaft im Lutherischen Weltbund schwächen werde. Knapp 20 Prozent der dortigen Mitgliedskirchen lehnen die Frauenordination ab. Die Nordkirche kündigte ferner an, Beziehungen zur lettischen Kirchenleitung abzubrechen.

Bedford-Strohm: Leidtragende ist die lettische Kirche selbst

Auch der EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm (München), bedauerte den Beschluss: „Leidtragende ist vor allem die lettische Kirche selbst, weil sie sich des großen Reichtums von Frauen im ordinierten Amt beraubt.“ In der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern habe es bis zur Einführung der Frauenordination „lange genug gedauert“, so Bedford-Strohm auf Facebook: „Nie und nimmer würden wir heute auf den großen Reichtum verzichten wollten, der damit in unsere Kirche gekommen ist.“ Einer seiner Vorgänger als Landesbischof (1955–1975) und EKD-Ratsvorsitzender (1967–1973), Hermann Dietzfelbinger (München), war noch ein Gegner der Frauenordination.

Leitender VELKD-Bischof: Paulus würde heute vermutlich für das Gegenteil eintreten

Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), teilte mit, dass er den Beschluss „mit Unverständnis“ entgegennehme. Die Begründung der Verfassungsänderung vernachlässige den Zusammenhang des Paulus-Zitates. Es sei damals verbreiteter Rechtsgrundsatz gewesen, dass Frauen in öffentlichen Versammlungen zu schweigen hatten. Paulus sei dieser Praxis nicht aus theologischen Gründen, sondern mit Rücksicht auf die damals gängige kulturelle Ordnung gefolgt: „Heute würde Paulus auch aus solchen Gründen vermutlich genau für das Gegenteil eintreten.“

Evangelische Frauen in Deutschland: Entscheidung ist theologisch unhaltbar

Die Vorsitzende der Evangelischen Frauen in Deutschland (Hannover), Susanne Kahl-Passoth, äußerte sich entsetzt über die Entscheidung. Sie sei aus Sicht des Dachverbandes „theologisch unhaltbar“. Ihre Stellvertreterin, Angelika Weigt-Blätgen, sagte, dass das Priestertum aller Getauften der Kern der reformatorischen Botschaft sei. Dazu gehöre die Geschlechtergerechtigkeit. Somit bilde auch die gleichberechtigte Ordination einen nicht aufgebbaren Bestandteil der reformatorischen Botschaft. Umso erschreckender sei, dass noch 27 der 145 zum Lutherischen Weltbund gehörenden Kirchen, die Frauenordination nach wie vor „verweigern“, so Weigt-Blätgen. Zum Verband Evangelische Frauen in Deutschland gehören 38 Organisationen mit zusammen rund drei Millionen Mitgliedern.

Präsidentin der Landessynode: Frauenfeindliche Tendenzen haben Bestand

Die Präsidentin der bayerischen Landessynode, Annekathrin Preidel (Erlangen), vertrat die Ansicht, dass zur Verkündigung des Evangeliums Frauen und Männer beauftragt seien. Sie sei stolz, dass vor kurzem in Bayern das 40-jährige Jubiläum der Frauenordination gefeiert werden konnte: „Damit haben wir Gott sei Dank frauenfeindliche Tendenzen überwunden, die sich an Christus vorbei in unsere Kirche eingeschlichen haben und die in der lettischen Kirche offenkundig leider noch immer Bestand haben.“ Die Synode der lutherischen Kirche in Lettland argumentiere ausschließlich mit dem Satz „Das Weib schweige in der Gemeinde“ aus dem 1. Korintherbrief (14,34). Das sei kein lutherisches Bibelverständnis. Derweil tauschen manche deutsche Pfarrerinnen ihr Profilbild auf Facebook aus und verwenden nun Fotos von sich im Talar. Damit wollen sie „Solidarität mit den lettischen Schwestern“ zeigen. Andere Kritiker der Entscheidung teilen in dem sozialen Netzwerk Zeichnungen, auf denen eine Pfarrerin im Talar zu sehen ist. Daneben sind die Worte „Solidarität“ und „Lettland“ zu lesen.

Allianzvorsitzender Michael Diener: Dieser Weg ist eine Sackgasse

In der evangelikalen Bewegung ist der Beschluss umstritten. Der Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz, Michael Diener (Kassel), schrieb auf Facebook, dass er über die Ereignisse in Lettland und über alle, die die Entscheidung als richtig bezeichneten, „wirklich traurig“ sei: „Dieser Weg ist christlich und biblisch eine Sackgasse.“ Die Kirchen dächten leider unterschiedlich über Frauen im Predigt- und Leitungsdienst. Jede Position werde mit dem Wort Gottes begründet: „Ich muss das respektieren.“ Er halte aber die Gemeinschaft von Frauen und Männern im Pfarramt „für biblisch und christlich legitimiert“. Eine Kirche, die den Dienst von Frauen ablehne, mache sich „menschlich und geistlich arm“, so Diener, im Hauptamt Präses des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes (Vereinigung Landeskirchlicher Gemeinschaften).

Ulrich Rüß: Lettische Synode hat dem Druck der Genderideologie widerstanden

Zustimmung kommt hingegen vom Präsidenten der (evangelikalen) Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften, Pastor Ulrich Rüß (Hamburg). Die Synode habe sich bewusst von Texten der Heiligen Schrift leiten lassen und dem „enormen Druck des Zeitgeistes und der Genderideologie“ widerstanden. Vertreter anderer lutherischer Kirchen, etwa aus der Nordkirche, hätten versucht, das Wahlergebnis mit der Aussage zu beeinflussen, dass die Frauenordination „unverzichtbarer Bestandteil der reformatorischen Kirche“ sei. Das stimmt laut Rüß nicht, da die Frauenordination in der lutherischen Kirche keinen Bekenntnisrang habe. In der lutherischen Kirche Lettlands wurden von 1975 bis 1985 und von 1989 bis 1992 Frauen als Pastorinnen ordiniert. Janis Vanags (Riga) hat dies seit seiner Einsetzung als Erzbischof 1993 nicht mehr getan. Auch die römisch-katholische Kirche und die orthodoxen Kirchen lehnen die Frauenordination ab. Zu ihnen gehören rund 1,5 der 2,3 Milliarden Christen.


"Dafür stimmten 53 Synodale, dagegen zwölf" - das sagt doch alles. Wer hier noch meint, diese "Kirche" wäre reformierbar, lebt in einer Traumwelt (SG).

 

http://www.idea.de/frei-kirchen/detail/baden-synode-beschliesst-traugottesdienste-fuer-homosexuelle-paare-96557.html

23. April 2016

Synode beschließt Traugottesdienste für homosexuelle Paare

 

Ab sofort dürfen sich Homosexuelle Paare in der Evangelischen Kirche in Baden trauen lassen. Foto: picture-alliance/AP Photo

Bad Herrenalb (idea) – Gleichgeschlechtliche Paare können sich ab sofort in der Evangelischen Kirche in Baden trauen lassen. Das hat die Synode mit großer Mehrheit am 23. April in Bad Herrenalb (Nordschwarzwald) beschlossen. Dafür stimmten 53 Synodale, dagegen zwölf; ein Synodaler enthielt sich. Damit gingen die Kirchenparlamentarier über die ursprüngliche Beschlussvorlage hinaus, die lediglich einen öffentlichen Segnungsgottesdienst vorsah. Seit 2003 galt in Baden die Regelung, dass die geistliche Begleitung gleichgeschlechtlicher Partner in der Seelsorge stattfindet. Die nun beschlossene Trauung wird als Amtshandlung auch ins Kirchenbuch eingetragen. Homosexuelle Paare, die sich in der Vergangenheit segnen ließen, können dies nachträglich als Trauung anerkennen und ins Kirchenbuch eintragen lassen. Lehnt der zuständige Pfarrer die Trauung eines Paares in eingetragener Lebenspartnerschaft ab, muss der Dekan einen anderen Seelsorger mit dem Gottesdienst beauftragen. Ältestenkreise dürfen gleichgeschlechtlichen Paaren aber aus Gewissensgründen die Benutzung einer Kirche für eine Trauung nicht verbieten. Ein entsprechender Ergänzungsantrag von Pfarrer Theo Breisacher (Spielberg bei Karlsruhe) fand keine Mehrheit.

Konservative Christen warnten im Vorfeld vor dem Beschluss

Scharfe Kritik an einer Trauung homosexueller Partner hatten im Vorfeld der Synode unter anderem der Vorsitzende der ChristusBewegung Baden, Pfarrer Lothar Mößner (Schriesheim bei Heidelberg), und das „Netzwerk evangelischer Christen in Baden“ geäußert. Eine solche Handlung entspreche nicht Gottes Willen, so Mößner. Zentrale biblische Aussagen zur Ehe und Anthropologie würden damit für ungültig erklärt und neu definiert. Auch die Ökumene werde unter der Entscheidung leiden. Der verbindliche Wortsinn der biblischen Aussagen werde bewusst und vorsätzlich nicht mehr ernst genommen. Auch der Bekenntniskreis Baden hatte die geplante Segnung gleichgeschlechtlicher Partner kritisiert: „Homosexuelles Verhalten, ausgelebte praktizierte Homosexualität, ist von Gott nicht gewollt.“ In einer von Pfarrer Rolf-Alexander Thieke (Uhldingen/Bodensee) unterzeichneten Erklärung heißt es ferner, dass dieser Beschluss die Kirche langfristig spalte und zerstöre. Die badische Landeskirche umfasst rund 1,23 Millionen Kirchenmitglieder in 677 Gemeinden, die in 24 Kirchenbezirken organisiert sind.



2. Zahl der Kirchenaustritte auf Rekordniveau

HANNOVER. Die Zahl der Austritte aus der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat einen neuen Höchststand erreicht. Laut einer Statistik der EKD verließen 2014 etwa 270.000 Protestanten ihre Kirche. Das ist die höchste Zahl seit 1995 und 52,9 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

 

Als Hauptursache für den Aderlaß nennen die Kirchen den neugeregelten Einzug der Kirchensteuer auf Kapitalerträge. Seit dem 1. Januar 2015 behalten Geldinstitute und Versicherungen diese Beträge automatisch ein. Die höchsten Austrittsquoten haben die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) mit jeweils 1,7 Prozent der Mitglieder sowie die evangelischen Kirchen in Bremen und Mitteldeutschland (jeweils 1,6 Prozent).

 

Die Zahl der Kircheneintritte innerhalb der EKD ging 2014 deutlich zurück und sank um 11,9 Prozent auf 44.151. Zum Jahresende 2014 hatten die Landeskirchen 22,6 Millionen Mitglieder und damit über 410.000 weniger als im Vorjahr. Nach der Statistik gibt es kein Bundesland mehr, in dem über die Hälfte der Bevölkerung einer Landeskirche angehört. In Schleswig-Holstein sank der Anteil der Evangelischen auf 49,2 Prozent; 2013 betrug er noch 50,4 Prozent. Das Bundesland mit dem geringsten Anteil evangelischer Kirchenmitglieder ist Sachsen-Anhalt (13,1 Prozent) (idea/krk)

 

 

 

Quelle: https://jungefreiheit.de/kultur/gesellschaft/2016/ekd-zahl-der-kirchenaustritte-auf-rekordniveau/

 

 

 

Ebenfalls zum Thema: http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/birgit-stoeger/neuer-hoechststand-bei-evangelischen-kirchenaustritten.html

 

 

 


Und das nennen die auch noch"Gottesdienst". "Blasphemiefestival" wäre passender. Wenn eine Kirche nichts mehr zu sagen hat, gibt sie Gott dahin. 

Berliner Kirche feiert Star Wars-Gottesdienst

Der fünfjährige Jonas hat sich als Darth Vader verkleidet.

Berlin  - Neben Kinosälen hat der Hype um den neuen "Star Wars"-Film nun auch die Berliner Zionskirche gefüllt: Hunderte von Kirchgängern, einige auch kostümiert, kommen am Sonntag zum Gottesdienst der Evangelischen Gemeinde am Weinberg.

Die Vikare Ulrike Garve und Lucas Ludewig predigen dabei zu Ausschnitten aus "Die Rückkehr der Jedi-Ritter", der sechsten Episode der Saga. Aus der Orgel tönen die bekannten Filmmelodien. "Seit letzter Woche wussten wir, dass viele Leute kommen werden, aber dass es so voll wird, damit haben wir nicht gerechnet", sagt der 30-jährige Ludewig.

Neben Darth Vader und Sith, also Anhängern jener dunklen Macht, sind auch weniger bekannte Filmcharaktere beim Gottesdienst vertreten.

Jonathan Wonneberger (25) aus Berlin-Biesdorf hat sich als Jawa, einer Spezies vom Wüstenplaneten Tatooine, verkleidet - samt gelb-leuchtender Augen und dunkelbrauner Kutte.

Unter den Kostümierten werden von der Gemeinde insgesamt sechs Kinokarten für den neuen Film "Star Wars: Das Erwachen der Macht" verlost.

Gezeigt wird während des Gottesdienstes unter anderem eine zentrale Filmszene, in der Luke Skywalker seinen Vater Anakin, auch bekannt als Darth Vader, zur hellen Seite der Macht bekehren will.

Genau wie bei den Filmfiguren sei eine Umkehr möglich, sagt die 29-jährige Vikarin Ulrike Garve. Das zeige beispielsweise auch der Umgang von Sozialarbeitern mit straffälligen Jugendlichen.



Der alte Mann und das Rätsel


Bei den Evangelikalen wird es immer schlimmer. Heute berichtet IDEA Folgendes – unglaublich, aber leider wahr:

 

Warum Missionswerke

das Wort „Mission“ streichen

 

In den letzten zehn Jahren ist im deutschsprachigen Raum Merkwürdiges geschehen. Traditionelle evangelikale Werke änderten ihren Namen: Machte er bisher eindeutig klar, was eine Organisation wollte, muss er heute oft erklärt werden. idea-Redakteur Klaus Rösler hat sich umgehört, warum sich die Werke umbenannt haben.

DMG interpersonal

Das mit rund 350 Mitarbeitern größte protestantische Missionswerk in Deutschland – die Deutsche Missionsgemeinschaft (DMG) – heißt seit Ende 2013 „DMG Interpersonal“. Warum? Nach Worten von Missionsleiter Detlef Blöcher (Sinsheim bei Heidelberg) hat der Begriff „Mission“ in etlichen Einsatzländern zunehmend Probleme verursacht. „Mission ist dort zu einem Unwort geworden. Es hat eine schlechte Presse“, so Blöcher. Wenn DMG-Beschäftigte sich dort bei den Behörden anmeldeten, habe es kritische Rückfragen gegeben. Zwei Drittel der DMG-Mitarbeiter seien unter Völkern tätig, unter denen es ganz wenig Christen gebe und fast keine Gemeinden ...

http://www.idea.de/spektrum/detail/warum-missionswerke-das-wort-mission-streichen-90309.html


Der alte Mann versteht die Kirche und die Welt nicht mehr.

Anmerkungen von

Rolf Müller.

Den alten Mann macht eine Aussage von Präses Marita Natt aus Kassel nachdenklich:

"Immer mehr Menschen haben kein Verhältnis zur Kirche mehr. Man muss den Jugendlichen sagen, was die Kirche zu bieten hat." (idea 14/14 S.32)

Die Kirche? Verkündigt sie denn noch das Evangelium von Jesus Christus? Das ist Aufgabe der Kirche, das soll und muss sie tun, sonst hat sie den Menschen wirklich nichts zu bieten. Der alte Mann stellt fest: Die Kirche ist profillos. Sie verbreitet Orientierungslosigkeit.

 

(weiterlesen?) hier Download als PDF


So ist das halt, wenn eine Kirche nichts mehr zu sagen hat:

Kirche im Klimawahn: "Nicht mehr als JA und AMEN"

 

Klaus-Eckart Puls

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat ein neues "Goldenes Kalb" entdeckt - den "CO2-Klima-Götzen". Kritiklos und ohne jegliche Fakten-Überprüfung wird die Mainstream-Hypothese von der mensch-gemachten Klima-Katastrophe "nach-gebetet". Hemmungslos wird sogar das Heilige Abendmahl in Frage gestellt, nur um die Versprittung und Verbrennung von Brotgetreide zwecks Rettung der göttlichen Schöpfung von Erde und Klima zu "heiligen". Mit dieser neuzeitlichen "Geißel" ruft die EKD die Menschen zu "Umkehr und Einkehr" auf. Die mittelalterlichen Sitten von Buße und Ablaß erleben eine Renaissance.

Kirche im Klimawandel (zum Vergrößern anklicken)

Die in der medialen Öffentlichkeit intellektuell hoch gehandelte Pastorin Margot Käßmann schreibt in ihrem Buch "Mehr als ja und amen" [1] :  "Die Schöpfung ist gefährdet, weil Menschen unverantwortlich handeln." ... denn : "Die wissenschaftlich vorausgesagte Klimakatastrophe, die in den sich häufenden Überschwemmungen, Unwettern und Erdrutschen inzwischen überall auf der Welt deutlich erfahrbar ist ..." . Das ist - wie alle anderen kirchlichen Verlautbarungen zum "Klima-Thema" - von keiner Sachkenntnis getrübt, denn seit mehr als 10 Jahren hat sich selbst der Klimarat IPCC von den Unwetter-Trends verabschiedet, schon 2001 [2] :

“Recent analyses in changes in severe local weather (tornados, thunder days, lightning and hail) in a few selected regions provide not compelling evidence for widespread systematic long-term changes“

... und noch deutlicher und noch weitergehender ganz aktuell im AR5 des Klimarates von 2013/14 [3]:

"Warnungen aus dem letzten Report vor zunehmenden Extremereignissen wie Hurrikanen, Tornados oder Stürmen etwa wurden mittlerweile als "wenig vertrauenswürdig" eingestuft - und in der neuen Zusammenfassung des Reports  nicht mehr erwähnt." ...u.w.a.a.O.:                            

"Anhaltenden Alarm vor zunehmenden Flußhochwassern, Dürren, Hurrikanen und Tornados bezeichnet Pielke [4] angesichts der mittlerweile glimpflichen Forschungs-Ergebnisse zu den Themen als 'Zombie-Wissenschaft'."

Auch für Frau Käßmann hätte also schon ein Blick in die Originalberichte des IPCC oder wenigstens in die einschlägigen Presse-Berichte dazu genügt, um eine solches realitäts-fernes und eigentlich peinliches Bramarbasieren zu vermeiden.

EKD-Denkschrift "Klima-Wandel": Alarmismus pur

Das alles gilt gleichermaßen für eine 160-seitige EKD-Denkschrift [5]. Darin werden einfach alle Horror-Szenarien der Klima-Alarmisten übernommen - ohne jede Nachprüfung, ohne auch nur einen Ansatz einer kritischen naturwissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Thema.

Dazu hatte der hier unterzeichnete Autor schon 2009 eine ausführliche sachliche Kritik verfaßt [6], und mit persönlichen Anschreiben sowohl an den sz. Bischof Huber als auch an die EKD-Synode geschickt, wobei im Detail auf die einzelnen Punkte und Behauptungen in der EKD-Denkschrift eingegangen wird:

"Sehr geehrter Herr Bischof  Dr. Huber, gerne möchte ich als Naturwissenschaftler und zugleich praktizierender Christ Ihnen einige Anmerkungen schreiben zu Ihrem o.a. Appell. ... Dabei möchte ich mich ausdrücklich auf diejenigen Ihrer Aussagen beschränken, die ich beurteilen kann."

Dieser persönliche Brief an Bischof Huber schließt:

"Daß die EKD mit der Beurteilung der komplizierten und komplexen physikalischen Problematik der Klima-Debatte überfordert ist,  d a s  kann man ihr nicht vorwerfen. Jedoch  - daß die EKD trotzdem mit dieser Art Verlautbarungen auf die ohnehin schon hysterisch überschäumende Klima-Debatte noch ‘drauf sattelt‘ mit aktionistischen Empfehlungen bis hin in die Haushalte Ihrer Mitglieder und Gläubigen (EKD, S.9, letzt. Abs.) -  d a s  darf  man durchaus kritisch anmerken.

Besonders beunruhigend ist es dabei zu sehen, daß Sie und Ihre Mitarbeiter die vorherrschende Meinung  nachsprechen, ohne sich zuvor mit den vielen, vielen gegenteiligen kritischen Meinungsäußerungen und Fakten auch nur im Ansatz beschäftigt zu haben. Genau dieser Eindruck entsteht jedenfalls bei Naturwissenschaftlern wie mir. Dieses ist um so kritischer zu beurteilen, weil Sie sich mit dieser Erklärung aktiv in das Leben und Handeln unserer evangelischen Christen einmischen (vgl.z.B. letze Fußnote unten), ohne daß die naturwissenschaftlichen Hintergründe dafür auch nur halbwegs abgesichert sind. Ich selbst beschränke mich hier in meinen Anmerkungen zu Ihrer Bischofs-Erklärung ausdrücklich auf diejenigen Passagen, die ich naturwissenschaftlich beurteilen kann, denn  - wie lautet die alte Handwerker-Weisheit doch gleich: „Schuster, bleib‘ bei Deinem Leisten!“ Dieses zu beherzigen, das würde m.E. uns allen gut anstehen.

So bin ich hinsichtlich dieserart EKD-Erklärung betrübt und entsetzt zugleich.

Mit freundlichen Grüßen, Klaus-Eckart Puls (Diplom-Meteorologe) Bad Bederkesa, d. 25. Okt. 2008."

Diese Stellungnahme wurde auch an die Synode der EKD geschickt. Antworten gab es nicht!

Nach mehrmaligen Nachfragen gab es dann ein paar lapidare Sätze:

()  Büro Bischof Huber:

" ... Bitte haben Sie zudem Verständnis dafür, daß eine eingehende Diskussion der von Ihnen angesprochenen und wichtigen Punkte von hier aus nicht leistbar ist. Der Ratsvorsitzende dankt Ihnen für Ihre Ausführungen. ...  gez. Pfr. Dr. Christoph Vogel, Persönlicher Referent".

()  Büro der Synode:

"Der Vorbereitungs-Ausschuß der EKD-Synode hat sich in seinen Beratungen für eine Kundgebung der Synode mit Ihren Entgegnungen zum Klima-Appell des Ratsvorsitzenden auseinandergesetzt. Es hat sich jedoch dazu entschlossen, sich eine andere Sicht der Problematik zu Eigen zu machen. gez. Barbara Rinke "

Das war's ! Und mehr war wohl auch nicht zu erwarten, denn naturwissenschaftliche Fakten werden bei EKD und Synode offensichtlich nur als störend empfunden, abschreiben ist eben leichter. So war es auch schon in der Grundschule, manchmal immerhin auch bei "unsereinem".

Das "EKD-Totschlag-Argument" : Die Bewahrung der Schöpfung

Klimawandel gibt es, solange es Natur und Schöpfung gibt ! Dabei ist insbesondere auch aus der Mittelalterlichen Warmzeit (ca. 1000-1300 n.Chr.) und aus der "Kleinen Eiszeit" (ca. 1400-1800 n.Chr.) bekannt, daß die Kirchen das "schlechte Wetter" nutzten, um bei den Gläubigen zu Buße und Sündenbereuung aufzurufen - und dabei mit Himmel, Hölle, Tod und Teufel drohten.

Nun hat offensichtlich die EKD in einer Zeit mäßiger natürlicher Erwärmung (0,8 Grad) nach Ende der gleichermaßen natürlichen "Kleinen Eiszeit" eine moderne Variante als Erziehungs- und Läuterungs-Instrument für ihre Gläubigen entdeckt [7]:

"Angesichts des Klimawandels geht es um die Verantwortung für Gottes Schöpfung...".

Und einen neuen Beelzebub hat die EKD auch schon dingfest gemacht - das CO2  (a.a.O.; S.116) :

"Die negativen Aspekte des BIP-Wachstums, darunter die CO2-Emissionen, treten mittlerweile stärker hervor."

Frage an die EKD:

Ist dort wirklich nicht bekannt, daß Schöpfung, Natur, Pflanzen, Brot und damit jegliches Leben auf der Erde unabdingbar mit der Photosynthese des CO2 verbunden sind ?

vgl. Abb. 1 :

                                                Abbildung 1 : CO2 + Leben

Und w.a.a.O. (S.124-125):   "Ein anthropogen verursachter Klimawandel wird stattfinden und findet bereits statt."

Oder [8] : "Die Schöpfung ist gefährdet, weil Menschen unverantwortlich handeln."

Bei alledem ist anzumerken:

Der Anteil des Menschen an der natürlichen Erderwärmung von ca. 0,8 Grad seit 150 Jahren ist wissenschaftlich umstritten und bis heute unbewiesen! Nur so viel ist klar: Die wesentliche Ursache ist die natürliche Rück-Erwärmung nach Ende der "Kleinen Eiszeit".

Zur der Schöpfungs-Bewahrungs-Hype schreibt der sz. Vorsitzende des Lutherischen Konvents im Rheinland, Pfarrer Reiner Vogels [9] seinen Atmtsbrüdern eine vernichtenden theologische Kritik in Brevier:

"Es ist eine unglaubliche Selbstübersteigung, geradezu eine anmaßende Hybris des Menschen, wenn er meint, er habe den Auftrag, die Schöpfung zu bewahren. Die Schöpfung bewahren kann nur der Schöpfer! Wir sind dazu viel zu klein und unbedeutend. Der angebliche Auftrag zur Schöpfungsbewahrung beruft sich immer auf 1. Mose 2, 15, wo Gott dem Adam den Auftrag gibt, den Garten zu bebauen und bewahren. Den Garten, also den von Gott für den Menschen eingerichteten und auf seine Bedürfnisse zugeschnittenen Lebensraum, zu bewahren, ist offensichtlich etwas völlig anderes als die Bewahrung der Schöpfung."

Natürliche Taifune als "biblische Apokalypse" ?

Eine steile evangelische These ist in der  Neuen Presse vom 18. November 2014 abgedruckt [10] :

“Die ärmsten Länder, die am wenigsten zum Klimawandel beigetragen haben, leiden am meisten unter den Auswirkungen”, sagte die Klimareferentin von “Brot für die Welt”, Sabine Minninger, am Dienstag am Rande des “2. Internationalen Symposiums zur Klima-Gerechtigkeit” in Bremerhaven. Die ärmsten Länder hätten nicht die finanziellen Mittel, sich etwa vor Taifunen ausreichend zu schützen."

Dazu wird auf "Kalte Sonne" http://www.kaltesonne.de/klimanews22/  10. Dezember 2014kommentiert:

"Es ist schon irre, Brot für die Welt darf wissenschaftlich nicht haltbare Thesen öffentlich verbreiten, um die Spendenbereitschaft anzukurbeln. Wenn eine Firma dies täte, würde dies sogleich von der Konkurrenz mit rechtlichen Mitteln gestoppt werden. Da suggeriert also Frau Minninger, daß Taifune eine Auswirkung des Klimawandels wären. Vermutlich meint sie, daß Taifune heute häufiger wären als in vorindustrieller Zeit. Und selbst das ist nachweislich falsch. Taifune hat es immer gegeben, mal mehr, mal weniger. Da haben weder die armen Entwicklungsländer Schuld, noch die reichen Industrieländer. Brot für die Welt sollte nun endlich aufhören, der Bevölkerung Schuldgefühle einzureden. Klar, mit Schuld spendet es sich natürlich viel besser. Aber weshalb kann man es nicht auch mit der Wahrheit versuchen: Wir haben verdammtes Glück, daß wir nicht im Klimagürtel der tropischen Wirbelstürme leben, außerdem geht es uns relativ gut. Wir helfen den Wirbelsturmopfern daher gerne. Liebe Freunde bei Brot für die Welt, es wird nun endlich Zeit für eine neue, ehrlichere Kommunikationsstrategie."

EKD und MISEREOR - "in bester apokalyptischer Gemeinschaft" !?

Auch der synodale Vorbereitungs-Ausschuß der Nordkirche bemüht in einem Brief  [12] an die Synode der Ev.-Luth. Landeskirche die biblische Apokalypse, um die Synode und letztlich die Kirchen-Steuer-Zahler für finanzielle Aufwendungen zur "Errettung der Klima-Welt" gefügig zu machen :

"In meinem Theologiestudium habe ich einmal gelernt, bei den Propheten der Bibel zwischen den Unheilspropheten und den Umkehrpropheten zu unterscheiden. Während die einen die Katastrophen, die sie vorhersagen, für unvermeidlich halten, sehen die anderen immer noch eine Chance umzukehren und das Unheil abzuwenden" ... "Irgendwo auf diesem schmalen Grad zwischen Unheils- und Umkehrprophetie bewegt sich auch die Klimaschutzdebatte.

Pessimistisch betrachtet ist die Klimakatastrophe bereits im vollen Gange und nicht mehr aufzuhalten" ..."Auf dieser Basis hat der Vorbereitungs-Ausschuss der Kirchenleitung empfohlen, der Landessynode ein Klimaschutzgesetz zum Beschluss vorzulegen, das die CO2-Neutralität als verbindliches Klimaschutzziel der Nordkirche festschreibt." ...

"Zur Umsetzung werden Energiecontroller und andere Klimaschutzfachleute gebraucht. Das kostet erst einmal Geld, ... "

Auch die katholische Kirche setzt bei MESEREOR unverfroren auf das "Geschäft mit der Angst", z.B. im MISEREOR-Magazin 2014 [13].

Eine kritische Auseinandersetzung damit kommt zu diesem Ergebnis [14]:

" Weniger lobenswert ist dagegen eine spezielle Praxis der Spendenmotivierung, die Misereor bereits seit etlichen Jahren betreibt. Offenbar hatte man sich gedacht, dass man die Einnahmen deutlich erhöhen könnte, wenn man den Leuten einredet, sie hätten am Elend der Welt eine Mitschuld. Das verlotterte CO2-lastige Leben der Bürger der Ersten Welt würde auf dem Wege der Klimakatastrophe zu mehr Dürren, Stürmen, Überschwemmungen und anderem Wetterunbill im armen Afrika und Asien führen. Durch Presseartikel, Aktionen und Interviews wird den potentiellen Spendern ein schlechtes Gewissen gemacht. Der Effekt bleibt nicht aus: Durch Spenden an Misereor können die Sünder ihr Gewissen reinwaschen, eine Art moderner Ablaßhandel. Einzig störender Faktor in diesem Geschäft sind diejenigen Wissenschaftler, die sich weigern, in das Alarmgeschrei der Klimakatastrophe einzustimmen. Unbequeme wissenschaftliche Fakten oder gar eine ergebnis-offene Fachdiskussion sind bei Misereor ausdrücklich unerwünscht."

Dazu schreibt Horst-Joachim Lüdecke in einem ausführlichen Kommentar [15] u.a.:

"Die kirchliche Institution „Misereor“ gibt sich das Label eines Hilfswerks. Das Misereor-Magazin 2014 spricht allerdings eine andere Sprache. In ihm ist ein Artikel erschienen, verfasst von Toralf Staud, der sich gegen die sogenannten Klimaleugner ... richtet. Nun wird Staud bei vielen Lesern als rotgrünes Markenzeichen für Verdrehung von Tatsachen, wirre Pamphlete und profunde Unkenntnis der einfachsten Sachzusammenhänge gehandelt. Wie kommt daher Misereor auf die Idee, sich ausgerechnet dieser journalistischen Leuchte zu bedienen? Wir wissen es nicht, meinen aber sehr wohl zu wissen, dass sich viele Gläubige und Spendenwillige angesichts des Misereor-Magazins fragen werden, ob hier noch ein christliches Hilfswerk oder ein grünes Propaganda-Ministerium agiert."

 

Frage an die EKD:

Ist dort wirklich nicht bekannt, daß infolge des CO2-Anstieges in den vergangenen 20 Jahren auf der Erde die Grünflächen, die Biomasse und die Ernte-Erträge zugenommen haben ?

vgl. Abbildung 2 :

             Abbildung 2: CO2-Anstieg - Die Erde ergrünt, die Erträge steigen !

Frage an die EKD:

Ist dort wirklich nicht bekannt, daß infolge des CO2-Anstieges seit 20 Jahren im hungernden Afrika die Savannen ergrünen ? vgl. Abb. 3 :

                                   Abb. 3 : Die Savannen ergrünen

Die EKD setzt ihre Glaubwürdigkeit aufs Spiel

Die EKD hat sich - ohne Not und auf unabgesicherter wissenschaftlicher Basis - mit zahlreichen öffentlichen Verlautbarungen dem Klima-Alarmismus des politischen Mainstreams verschrieben.

Dazu schreibt der sz. Vorsitzende des Lutherischer Konvent im Rheinland  [16],  Pfarrer Reiner Vogels, an die Autoren von "Klima der Gerechtigkeit - Entwicklungspolitische Klima-Plattform der Kirchen" (EKD Westfalen) [17] in einem offenen Brief  [18]:

"Ich frage mich allerdings, ob Sie dieser Sache wirklich einen guten Dienst erweisen, wenn Sie dieses Thema damit verbinden, daß Sie sich in einer aktuellen naturwissenschaftlichen Streitfrage, nämlich in der Frage, ob es eine anthropogene Erderwärmung gibt oder nicht, einseitig auf eine Seite schlagen.

 Was werden Sie denn tun, wenn demnächst die These von der anthropogenen Erderwärmung unter dem Druck der Fakten zusammenbricht? Seit 10 Jahren hat sich die durchschnittliche Erdtemperatur bekanntlich nicht mehr erhöht, wie Sie den Daten des britischen Wetter-Dienstes Hadley - siehe http://tinyurl.com/cvnzt7 - entnehmen können, obwohl in diesem Zeitraum die CO2-Konzentration in der Erdatmosphäre kontinuierlich gestiegen ist. Was werden Sie machen, wenn sich dieser Trend noch eine Zeitlang fortsetzt, wenn sogar, was durchaus möglich ist, die seit dreißig Jahren zu beobachtende Erwärmung einer globalen Abkühlung weicht?

Können Sie es wirklich riskieren, daß die Kirche ihre Glaubwürdigkeit verliert, weil sie sich in einer naturwissenschaftlichen Streitfrage auf eine Seite geschlagen hat, die sich am Ende als irrig herausstellt ?

Von Augustinus haben wir den guten Rat: "Willst du gerecht sein,  zähle nicht, sondern wäge". Ich denke, daß daraus eine strenge Verpflichtung für alle folgt, die in der Kirche Verantwortung tragen: Sie können sich nicht einfach auf einen angeblichen wissenschaftlichen Konsens berufen, wie er in Mainstream-Medien transportiert und von nach politischem Proporz- und Interessendenken zusammengesetzten Gremien wie dem IPCC vertreten wird. Sie haben statt dessen die Pflicht, sich ihr eigenes Urteil zu bilden, bevor sie an die Öffentlichkeit treten. Dazu gehört, daß sie sich vorher umfassend und nicht einseitig informieren.

Auf die Klimafrage bezogen, heißt das, daß man nicht nur die Mehrheitsmeinung, sondern auch die Meinung der vielen wissenschaftlichen Kritiker dieser Mehrheitsmeinung zur Kenntnis nimmt.

Ich verweise z.B. auf die über 600 international angesehenen Wissenschaftler, die sich in einer öffentlichen Erklärung gegen den von IPCC vorgetragenen Klima-Alarmismus wenden. Siehe: http://tinyurl.com/nyk8u7r ."

EKD: "Brot in den Tank" statt "Brot für die Welt"

Eine zunächst von der Politik betriebenen Strategie ist es, durch die Versprittung und Verbrennung von Brot-Getreide die CO2-Freisetzung zu verringern.

Dabei gibt es zwei Aspekte für die Verwendung von Brot-Getreide:

Einerseits Biosprit für Kraftfahrzeuge, andererseits Energie-Gewinnung durch Verbrennung und Vergärung.

Beides wird von der EKD nicht nur toleriert, sondern sogar aktiv propagiert, wie in Folgendem nachgewiesen wird. Daß dabei vor allem auch reine Profit-Interessen der anderen Beteiligten im Spiel sind, das scheint die EKD nicht zu stören.

Die EKD ist munter mit dabei, seit Jahren ohne Hemmungen. Das geht so weit, daß auch das "Heilige Abendmahl" in Frage gestellt wird   [19]:

"Aus der Kultursymbolik des "täglichen Brot", für das auch im VaterUnser gebeten wird, ergibt sich nach christlicher Wertvorstellung ein erheblicher ethisch-moralischer Grenzhorizont gegenüber der Getreideverbrennung. ....

Demgegenüber kann aus theologischer Sicht aber auch eine falsche Mystifizierung religiöser Symbolik wie der des Abendmahls und des täglichen Brotes hinterfragt werden. Das christliche Lebensverständnis wurzelt in der Gnade geschenkter Freiheit, aus der Befreiung von Tod und Sünde zur Gestaltung der Welt ... zu kreativer Schöpfungsbebauung und Schöpfungsnutzung. Diese Freiheit steht über Grenzziehungen normativer Ordnungen... Hierzu gehört im Interesse der Schöpfungsbewahrung und zum Schutz des Weltklimas auch die kreative Nutzung der unterschiedlichen Gaben der Schöpfung -- eben auch die scheinbar grenzüberschreitende, weil bisher nicht praktizierte Getreideverbrennung ..." !

Dieses hat nicht irgend ein grüner Pastor aus der Provinz geschrieben, sondern Dr. Clemens Dirscherl, Geschäftsführer des Evangelischen Bauernwerks in Württemberg und Agrar-Beauftragter der EKD, und zwar schon 2006 !

D i e s e  Infragestellung des Heiligen Abendmahls - ein Einzelfall ?

Nein - keineswegs, dazu gibt es zahlreiche weitere offizielle Verlautbarungen bei der EKD, zum Beispiel hier [20] :

"Zum VaterUnser, dem zentralen, gemeinsamen Gebet der Christenheit gehört der Satz: „Unser tägliches Brot gib uns heute“. Damit wird mit Rückgriff auf das Symbol des Brotes für das Lebensnotwendige gebetet..." ...

"Eine weitere und noch tiefgründigere Bedeutung für den christlichen Glauben hat das Brot beim Abendmahl. ... In der Abendmahls-Liturgie repräsentiert das "Brot des Lebens" diesen „Leib Christi“.

... "Diese Unterschiede (Anm.: zwischen kath. & ev. Liturgie) sind aber für die theologische Beurteilung der Verbrennung von Weizen substantiell unerheblich, denn keine der theologischen Traditionen vollzieht den Umkehrschluß, demzufolge das Getreide an sich heilig wäre, weil es im Abendmahl in Form des Brotes Verwendung findet. Vielmehr wird das Brot erst durch den liturgischen Kontext zum Zeichen Gottes.....

Aus protestantischer Sicht sind deshalb weder ein magisches Verständnis noch eine Mystifizierung von Brot und Getreide angebracht. Ein nüchterner, sachbezogener, verantwortungsvoller Zugang zum Thema "Getreideverbrennung“ ist zu suchen. Es besteht deshalb trotz eines problematischen Symbol-Zusammenhangs theologisch gesehen kein begründbarer Widerspruch zwischen der hohen Wertschätzung des Lebensmittels Getreide und der Verwendung von Getreide für eine umweltverträglichere Energieversorgung. Im Sinne der christlichen Freiheit zur Weltgestaltung sind neue Verwendungsarten des Getreides durchaus legitim, so lange damit tatsächlich ein relevanter Beitrag zu den hohen ethischen Zielen der Stillung menschlicher Grundbedürfnisse, der Bewahrung der Schöpfung und des Klimaschutzes geleistet wird." ... u.w.a.a.O.:

"Die Getreideverheizung ist demnach auch aus christlich-ethischen Erwägungen heraus eine legitime Verwendungs-Möglichkeit des Getreides."

Auch hier: Es handelt sich nicht um eine Randbemerkung aus der evangelischen Diaspora, sondern eine autorisierte Stellungnahme der EKD-Leitung !

Nun fühlt sich die EKD offensichtlich alleine nicht stark genug, das neue Goldene Kalb "Klimaschutz" auf den Altar zu hieven, also sucht man sich Verbündete. Was liegt näher, als sich Menschen zu suchen, die rein wirtschaftliche Profit-Interessen (EEG) haben, und damit die "erforderliche politische Durchschlagskraft" - also z.B. den Bauernverband (DBV) [21]:

"Kirchen und Bauernverband: Erneuerbare Energien stärker verwenden - Energetische Nutzung von Getreide auch ethisch zu bejahen."

Im Einzelnen ist dort zu lesen:

"Für eine stärkere Verwendung erneuerbarer Energien im Energiemix Deutschlands haben sich in einer gemeinsamen Erklärung die beiden kirchlichen Organisationen Ausschuß für den Dienst auf dem Lande (ADL) in der EKD und Katholische Landvolkbewegung (KLB) und der Deutsche Bauernverband (DBV) ausgesprochen. Es sei schöpfungsethisch vereinbar und notwendig, die Sonnenenergie mittel- und unmittelbar besser zu nutzen. Vor allem in der energetischen Nutzung der Biomasse wird eine reale Chance für verbesserten Klimaschutz und größere Unabhängigkeit von endlichen fossilen Energieträgern gesehen. Die beiden kirchlichen Organisationen ADL und KLB in Deutschland erheben auch gegen die energetische Nutzung von Getreide und anderen für die Lebensmittelerzeugung wichtigen Produkten wie Kartoffeln, Zuckerrüben und Raps keine grundsätzlichen ethischen Bedenken."

...u.w.a.a.O.:

"Da bei der energetischen Nutzung von Getreide speziell Energiegetreide angebaut sowie Abfallgetreide genutzt wird, beeinflußt diese Art der Energienutzung nicht die weltweite Ernährungssituation. Die Verantwortung für die Hungernden wird dadurch nicht geschmälert."

Das reicht ? Nein  -  noch lange nicht (a.a.O.):

"Um diese umwelt- und klimaschonende Art der regenerativen Wärmeerzeugung bundesweit zu ermöglichen, fordern ADL, KLB und DBV die Bundesregierung auf, Energie-Getreide als Regel-Brennstoff in die Erste Bundes-Immissionsschutz-Verordnung aufzunehmen."

Ein Pakt zwischen den Ideologen der EKD und den rein kommerziellen EEG-Profiteuren vom DBV - das darf man denn doch wohl getrost als eine "Unheilige Allianz" bezeichnen !?
Frage an die EKD:

Ist dort wirklich nicht bekannt, daß infolge des CO2-Anstieges auch die Ernte-Erträge steigen? vgl. Abb. 4 :

                           Abb. 4 : Steigende Ernten durch CO2

Erste kritische Stimmen auch innerhalb der EKD

Immerhin gibt es auch in der EKD - nach Jahren des Schweigens und Wegsehens - mittlerweile Menschen, die den Irrsinn der Versprittung von Brotgetreide kritisieren [22] :

"Am 14. Oktober 2011, anläßlich des Welternährungstags, setzte "Brot für die Welt“ mit der Übergabe von 10.000 Unterschriften ein deutliches Zeichen gegen die Produktion und Importe von Agro-Treibstoffen, die Hunger verursachen und damit die Ernährungssicherheit in Entwicklungsländern gefährden. Mit ihrer Unterschrift forderten die Bürger und Bürgerinnen die Bundesminister Dirk Niebel und Norbert Röttgen auf, sich im Kabinett für die Aufnahme von Sozialstandards in die Europäische Richtlinie und in die deutsche Nachhaltigkeitsverordnung für Biotreibstoffe einzusetzen. Mit verbindlichen Sozialstandards soll sichergestellt werden, daß unser Sprit nicht die Ernährungssituation in den Anbauregionen der Entwicklungsländer verschlechtert."

Eine solche Initiative kommt sehr spät, denn schon Jahre zuvor gab es ausreichende kritische Informationen zu diesem Thema [23] : "Auto-Treibstoff aus Brot-Getreide - ein Irrsinn ! Eine verdrängte Wahrheit des CO2-Wahns" :

"Und die Probleme folgten auf dem Fuße: Weil die USA weltweit der größte Mais-Produzent und -Exporteur sind, 2/3 des Weltexportes  [24], kam es innerhalb eines Jahres (2006) zu einem Exporteinbruch und einer Preis-Explosion auf dem Weltmarkt  [25]. Die Folge: Der Preis für eine Tonne Mais stieg in Mexiko innerhalb des gleichen Zeitraumes von 100 auf 250 Euro [26] , der Tortilla-Preis in Mexico-City von 40 auf 75 Cent, viele Mexikaner konnten und können ihr täglich Brot nicht mehr bezahlen, massenweise schlossen die Tortilleria's. Mais in den Tank statt auf den Teller - der CO2 -Wahn macht es möglich.

In Mexiko kam es zu öffentlichen Protesten und Unruhen [25] [26] , Der Verzehr von Tortillas ist bereits um ein Drittel zurückgegangen [26]: "Bei den 40 Millionen armen Mexikanern lag der tägliche Konsum bei bis zu einem Kilo, doch das kann sich keiner mehr leisten ... Für Mexiko ist das eine perverse Entwicklung ...". 

"Ähnlich dramatisch liegen die Probleme schon jetzt in Brasilien, Nigeria, Ägypten ... und mindestens einem Dutzend anderer Länder." [24] ...

"Mittlerweile wird weltweit so ziemlich alles zu Treibstoff verarbeitet, was eßbar ist: Mais, Weizen, Gerste, Reis, Sojabohnen, Maniok, Zuckerrohr ... Tendenz steigend in Vielfalt und Masse.  Die Grundnahrungsmittel als Diesel-Rohstoff sind zum Börsen-Spekulations-Objekt geworden,  2006 stiegen die Weltmarktpreise für Mais um 100%, für Weizen um 20%." 

"Diese Preistreiberei geht munter weiter: So will die EU den Anteil der Biokraftstoffe bis 2020 auf mindestens 10 Prozent ihres Gesamtbedarfs an Treibstoffen steigern [25] ... Dieses alles gewinnt vor dem Hintergrund, daß 800 Millionen Menschen dieser Erde an Hunger und Unterernährung leiden (WHO), makabere Züge. Denn schon jetzt ist erkennbar, "...daß schon in naher Zukunft nicht mehr genügend Getreide für den menschlichen Verzehr zur Verfügung steht. Die Bühne ist frei für den Konflikt zwischen den 800 Millionen Autobesitzern und den weltweit 2 Milliarden Allerärmsten, die nur überleben wollen" [24] ...

"Für die 120-Liter-Tankfüllung eines Geländewagens muß eine Getreide-Menge versprittet werden, von der ein Mensch sich ein ganzes Jahr ernähren kann. Wird der Tank nur alle zwei Wochen neu gefüllt, so könnten von den dafür aufgewendeten Grundnahrungsmitteln 26 Menschen ein Jahr leben".

"Man kann nicht 'zig Millionen von Menschen in der ganzen Welt haben, die täglich Hunger leiden, und gleichzeitig benutzen Europa und die USA Lebensmittel, um den Autotank zu füllen" (Victor Suarez, mex. Bauernverband ANEC, Zitat aus [26] ).

Dieses Problem ist vorhanden und täglich greifbar  - aber wo sind die Proteste der selbsternannten Klima-Schützer und Weltverbesserer?  Wo bleiben die Einwände der christlichen Kirchen, die sich sonst doch ganz gerne in so manche politische Angelegenheit einmischen? Wo sind die sonst so lauten Stimmen all' der Grünen, der Linken und die der anderen Protagonisten der Armen und Entrechteten? Es herrscht "Schweigen im Walde"  -  beschämtes lähmendes Schweigen ? Wie lange noch ? Wieviele Kinder müssen erst zusätzlich verhungern ?

Ist es nicht -  auch aus diesem Grunde  -  höchste Zeit, den CO2-Wahn zu überdenken ? Bevor einige Hunderte den Hitzetod der unbewiesenen Klima-Katastrophe sterben, verhungern wahrscheinlich Hunderttausende, weil wir Brot-Getreide zu Sprit pervertieren."

Der vorstehend zitierte Bericht ist schon 2007 erschienen. Mittlerweile haben sich alle diese Probleme verschärft!

Frage an die EKD:

Ist dort wirklich nicht bekannt, daß der Hunger in Afrika auch eine Folge der Produktion von Biosprit-Pflanzen durch globale Spekulanten und Konzerne ist ?   vgl. Abb. 5

     Abb. 5 : Agro-Sprit und Hunger durch europäische Landnahme in Afrika

Ein Pfarrer redet Klartext !

Trotz aller anscheinend geistiger und geistlicher Verwirrung in der EKD - es gibt auch dort immer noch Theologen, die offensichtlich in der Lage sind, Theologie und Naturwissenschaft in logischen Einklang zu bringen. Dazu gehört der Vorsitzende des Lutherischen Konvents im Rheinland, Pfarrer Reiner Vogels [27] :

"In Mexiko hat es schon Demonstrationen von Tausenden armer Menschen gegeben, die - zu Recht (!) - darüber aufgebracht waren, daß der Preis für Maismehl, das sie für ihre Tortillas benötigen, explodiert ist. Die Ärmsten dieser Erde zahlen wieder einmal die Zeche.
Ich denke, angesichts dieser offenkundigen Zusammenhänge sollten wir nicht mehr so unbefangen wie bisher die vierte Bitte des Vaterunser beten. Zumindest sollten wir mit gleicher Intensität unsere Stimme dagegen erheben, daß Lebensmittel zu Treibstoffen verarbeitet werden. Die Erzeugung von Treibstoffen für Motoren aus Getreide, das Gott wachsen läßt, damit Menschen satt werden, ist in meinen Augen eine Sünde. Auf keinen Fall kann darin die Lösung des Energieproblems unserer Zeit gesehen werden. Es darf nicht dazu kommen, daß wir in unseren Autos Getreide verbrennen und es dadurch den Armen in der Welt noch schwerer machen, ihren Hunger zu stillen. "Brot für die Welt" muß heute heißen: "Kein Getreide für Motoren!"

Und die theologische Sichtweise [28] :

"Biosprit ist Sünde : Wir Christen müssen dagegen so laut wie möglich protestieren: Biosprit ist Sünde. Und Biosprit bleibt Sünde, solange es Menschen gibt, die sich aus dem Mais, den wir als Treibstoff im Auto verbrennen (durch den Staat gezwungen!), gerne ein Brot gebacken hätten, um satt zu werden."

EU: Biosprit - Treibhausgas-Minderung ein schwerer Rechenfehler [29]

"Der wissenschaftliche Ausschuß der Europäischen Umweltagentur kritisiert in seiner aktuellen Studie die zur Zeit angewandten Bilanzierungsmethoden der EU für die Treibhausgasbilanz von Biosprit und bezeichnet sie als "schweren Rechenfehler". Für eine seriöse Treibhausgas-Bilanzierung dürfte nach Ansicht der Wissenschaftler nur angerechnet werden, wieviel an CO2 die sogenannten Energiepflanzen in ihrer Biomasse zusätzlich absorbieren, also nur der Anteil über die Menge hinaus, den die vorher dort wachsenden Felder, Wälder oder Grünland ohnehin banden. Stattdessen würden in der EU-Bilanzierungsmethode die CO2-Einsparungen durch Bindung als Biomasse doppelt angerechnet."

"Das heißt, daß die Biosprit-Produktion zusätzlich zu den Umweltschäden vor Ort in Form von Monokulturen, Pestizideintrag, Eutrophierung, etc. gar keine Treibhausgas-Minderung beim Treibstoffverbrauch bewirkt.

Im Gegenteil, die Herstellung von Biotreibstoff aus Raps, Soja, Zuckerrohr oder Palmöl führt zu mehr CO2-, CH4-, und N2O-Emissionen in der Atmosphäre als das Verbrennen von fossilem Treibstoff. Für Biodiesel liegen die Werte der CO2-Emission, selbst unter Vernachlässigung des vom wissenschaftliche Ausschuß offengelegten Rechenfehlers, bei plus 4,5 % bei Raps und 11,7 % bei Soja. Eigentlich wollte die EU den CO2-Ausstoß durch Einbinden der hoch-subventionierten Agrarindustrie bis 2020 um 20 % senken. Biosprit sollte bis dahin 35 % weniger CO2-äquivalente Emissionen verursachen als Treibstoff ohne Beimischung - der E10-Weg erweist sich aber schon jetzt als gescheitert. Bekannt wurde auch, daß die Schönrechnerei System hat. ..."

Dazu schrieb die Züricher WELTWOCHE  [30] schon 2010:

"Eine neue Studie des Instituts für Europäische Umwelt-Politik (IEEP) in London hat nun die Folgen der europäischen Biosprit-Pläne abgeschätzt ... Das Resultat übertrifft die schlimmsten Befürchtungen.  ... führt die Biosprit-Förderung indirekt dazu, daß Flächen urbar gemacht werden, die heute noch von Buschlandschaften, Sümpfen oder Wäldern geprägt sind. Wenn aber Wälder abgeholzt, Büsche abgebrannt und Sümpfe trockengelegt werden, gelangt viel CO2 in die Atmosphäre, das vorher in Holz und Böden gespeichert war. Das IEEP schätzt, daß es jährlich 27 bis 56 Millionen Tonnen CO2 zusätzlich sind, sollte die EU ihr Biosprit-Ziel umsetzen. «Das wäre gleich viel, wie wenn 12 bis 26 Millionen zusätzliche Autos auf Europas Strassen fahren würden», schreiben die Autoren der Studie. Die Ersparnisse wegen der erneuerbaren Rohstoffe sind dabei eingerechnet. Damit steigt der CO2-Ausstoß beim Ersatz von fossilen Brennstoffen durch Bio-Treibstoffe um 81 - 167 %".

Vernichtend auch das Urteil des Nobelpreis-Trägers Paul Crutzen  [31] :

"Ob aus Raps, Mais oder Weizen hergestellt - in der Treibhaus-Bilanz schneidet Biosprit wegen des nötigen Düngers schlechter ab als gewöhnlicher Kraftstoff. Das hat der Atmosphären-Chemiker und Mitentdecker des Ozonlochs, Paul Crutzen, ermittelt. ... Jetzt hat der Mainzer Atmosphärenchemiker und Chemienobel-Preisträger Paul Crutzen einen weiteren, schwerwiegenden  Nachteil  in der bislang als positiv geltenden Umweltbilanz von Biosprit entdeckt. Statt der globalen Erwärmung entgegenzuwirken, erhöhe das Destillat die Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre, hat Crutzen ausgerechnet."

EKD-Ablaß-Handel: Tetzel im Gewand des 21.Jahrhunderts

Neuerdings geht die EKD wieder mittelalterliche Wege, wie die LVZ  [32] berichtete:

"Wenn der ökologisch orientierte Pfarrer schlechten Gewissens mit dem Auto statt mit dem Fahrrad zur Seelsorge fährt, kann er sich bald unkompliziert seiner eigenen Seelennöte entledigen: Mit einer sogenannten Klima-Kollekte sollen alle Vertreter der evangelischen Kirchen den von ihnen verursachten Ausstoß von Treibhausgasen ausgleichen können. Der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider präsentierte das Projekt jetzt in Berlin."

...u.w.a.a.O.:

"Bislang fiel es den Kirchenoberen jedenfalls schwer, mit leuchtendem Klimaschutz-Vorbild voranzuschreiten: Die zurückgetretene EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann war bei ihrer Alkoholfahrt in einem VW Phaeton unterwegs. Auch katholische Würdenträger lassen sich bevorzugt in Spritschleudern kutschieren."

Und nochmals die LVZ [33] :

"Sie predigen Klimaschutz und haben doch selbst Benzin im Blut: Dies bittere Fazit gilt nach einer jetzt veröffentlichten Studie der Deutschen Umwelthilfe (DUH) für viele Bischöfe in Deutschland. Danach sind die Dienstwagen der deutschen  Oberhirten zu 90 Prozent klimabelastende, übermotorisierte Spritfresser. Nur vier der 46 Befragten benutzten einen Dienstwagen, dessen CO2-Ausstoß unter dem seit 2008 geltenden EU-Zielwert von 140 Gramm pro Kilometer liegt, sagte DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch. Bei den anderen liege der Emmissionswert zwischen 20 und 60 Prozent darüber. An der freiwilligen Untersuchung beteiligten sich 80 Prozent aller befragten Kirchenoberhäupter. Nur acht machten keine Angaben, darunter auch Freiburgs Erzbischof Robert Zollitsch, Vorsitzender der Deutschen Bischofs-Konferenz."

Sowas nennt man denn wohl Heuchelei.

 

Kein Brot ? UN/FAO : "Dann eßt mehr Insekten!"

Hat man je gelesen, daß die UN-Organisation IPCC die Energie-Gewinnung aus Brot-Getreide verurteilt hat ? Eher im Gegenteil  [34] :

"Laut der Szenarien könnte das zukünftige globale Energiesystem eine breite Mischung von EE-Technologien beinhalten, wobei wesentliche Beiträge von Wind, Biomasse und Sonne erwartet werden."... u.w.a.a.O.: "Bioenergie wird aus Biomasse gewonnen, z. B. aus organischen Abfallprodukten oder Energiepflanzen." ....und auch Brotgetreide wie Mais läuft unter der IPCC-Agenda und der Kirchen-Firmung als Energiepflanzen!

Schon von der Königin Marie-Antoinette wird aus der Zeit der Bevölkerungs-Verelendung vor der französischen Revolution kolportiert [35] :

"Wenn sie kein Brot haben, dann sollen sie Brioche [Gebäck] essen.“

DAS wird nun von der FAO der UN noch übertroffen [36] :

"Ernährungs-Experten der UN propagieren neue Wege im Kampf gegen Hunger - Leckere Libellen, Grillen vom Grill, dazu geröstete Käfer oder ein Zikaden-Barbecue - steht all das auf dem Speiseplan der Zukunft? ... Die UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) in Rom lädt jetzt dazu ein, im Westen die "Ekel-Schranke" gegen die eiweißreichen Tierchen abzubauen und mehr Aufzucht-Farmen etwa in Südostasien zu errichten." ... "Weil Hunderte von Millionen Menschen weltweit hungern, kommt die FAO nach langen Forschungen auf die fast 2000 eßbaren Insektenarten auf der Erde zurück". ..."Die Insekten, so zeigt sich, produzieren weniger Treibhausgase  und Ammoniak als Kühe und Schweine."

Nun könnte man ja meinen, es handele sich um einen April-Scherz - aber nein, das ist diesen Leuten ERNST! Zur Rettung des Welt-Klimas und zur Verbreitung Grüner Ideologien ist scheinbar kein Mittel absurd genug !? Wenn nicht genug Getreide da ist, weil es in den Tanks und den Heizungen der Wohlhabenden landet, dann eben Insekten statt Brot - schönen Gruß auch von Marie-Antoinette !

Dies alles zeigt:

Die EKD steht in festem ideologischen Verbund mit allen Grünen Agenden, was der Leitartikel-Schreiber Hans Heckel so auf den Punkt bringt [37] :

"Die EKD muß niemand mehr etwas erklären. Sie ist längst zu einer Filiale der GRÜNEN mutiert, mit einigen kräftigen roten Sprengseln, aber die gehören bei den Grünen ja ohnehin dazu."

         Na denn :
 
         Fröhliche Weihnacht - mit "Brot-Sprit für die Welt" !

                 Klaus-Eckart Puls, zu Weihnachten 2014


Subject: EKD oh weh!

 

Diese Entwicklung der folgenden zwei Fälle ist nur die natürliche Folge eines völlig degenerierten „Christentums“, welches einer christenfeindlichen Religion wie dem Islam nichts entgegen zu setzen hat. Es ist eine Christenheit, welche zu Gunsten einer grenzenlosen Toleranz, die Wahrheit der Bibel längst verraten hat. Eine Christenheit - ohne den lebendigen Glauben an Jesus Christus, ist eine tote Christenheit, welche ihren Frieden mit dem einen Gott aller Religionen gemacht hat.

 

  http://www.badische-zeitung.de/freiburg/zwei-pfarrerinnen-in-einem-haus

 

 Kommentar im Anhang!

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 BADISCHE ZEITUNG

 

Samstag, 13. September 2014

 

Zwei Pfarrerinnen in einem Haus

 

Die neuen Seelsorgerinnen von Tiengen und Merzhausen wohnen im Tiengener Pfarrhaus und sind auch privat ein Team.

 

Haben sich in Tiengen schon etwas eingelebt: die Pfarrerinnen Stefanie Steidel (links) und Miriam Jakob / Foto: Günter Hammer

 

TIENGEN/MERZHAUSEN (gh). Im evangelischen Pfarrhaus in Tiengen ist neues Leben eingekehrt. Seit Anfang August wohnen zwei Theologinnen in dem historischen Gebäude. Stefanie Steidel (33) ist als neue Pfarrerin zuständig für die Gläubigen in Tiengen und Munzingen. Und Pfarrerin Miriam Jakob (37) betreut die Johannesgemeinde der Pfarrgemeinde Südwest, zu der Merzhausen, Vauban, Au, Wittnau und Sölden gehören. Die Pfarrerinnen leben seit einigen Monaten in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft.

 

Es sei der ausdrückliche Wunsch des Ältestenkreises der Tunibergpfarrei gewesen, dass die Pfarrerinnen in das Pfarrhaus ziehen, sagt Stefanie Steidel. In dem denkmalgeschützten Haus aus dem Jahr 1776, in Nachbarschaft zum Gemeindehaus und in der Nähe der Kirche, ist jetzt wieder was los. "Wir haben schon viel Besuch von Freunden und Familie gehabt", lacht Miriam Jakob. Und Stefanie Steidel freut sich und meint, es sei ein großer Glücksfall gewesen, "dass die beiden Stellen zur gleichen Zeit frei waren und wir hier einziehen konnten". Jetzt sei sie "sehr zufrieden hier in der Ortschaft und auch in der evangelischen Gemeinde". Für ihren Dienst hat sie eine Dreiviertel-Stelle, zu der auch Religionsunterricht an der Grundschule gehört.

 


Die frühere Pfarrwohnung in Merzhausen indes ist an die Kommune vermietet. Zurzeit leben dort Flüchtlinge aus Syrien. Der gesamte Gebäudeteil wird mittelfristig aufgegeben werden. Doch die Entfernung Tiengen – Merzhausen scheint für Pfarrerin Miriam Jakob kein Problem zu sein: "Am Sonntagmorgen brauche ich mit dem Auto gerade mal zehn Minuten". Und mit dem Fahrrad hat sie die Strecke auch schon bewältigt: Eine dreiviertel Stunde habe sie gebraucht. Im Predigtbezirk Johannes hat sie eine ganze Stelle. Im Tiengener Pfarrhaus kann sie sich in ein eigenes Arbeitszimmer zurückziehen, um in Ruhe ihre Predigten zu schreiben.

 

Gemeinsame Hausmusik mit Klavier und Klarinette

 


Ganz toll sei der große Garten rund um das Pfarrhaus, meint Stefanie Steidel: "Das wird bestimmt ein neues Hobby von uns". Ein gemeinsames Hobby haben beide schon mitgebracht. Gerne machen sie zusammen Hausmusik. Im Obergeschoss setzt sich Miriam Jakob dann ans Klavier und Stefanie Steidel holt ihre Klarinette heraus. Gespielt wird dann ein weites Repertoire – von Klezmer bis Schumanns "Träumerei".

In den zwei Predigtbezirken haben die beiden nun jeweils ihre erste eigene Pfarrstelle angetreten. Stefanie Steidel hatte zuvor in Heidelberg ihren Probedienst absolviert. Aufgewachsen ist sie in der Nähe von Wiesloch bei Heidelberg. Dort war sie im CVJM (Christlicher Verein junger Menschen) aktiv, leitete eigene Jugendgruppen und war im Vorstand. "Der Glaube, den die Menschen dort gelebt haben, hat mich sehr geprägt", sagt sie. Jetzt will sie in Tiengen die Gruppen und Kreise kennen lernen, "hinhören und hingucken". Und wenn sie nicht kirchlich unterwegs ist oder sich um den Garten kümmert, dann liest sie gerne – "besonders gerne englische Literatur".

Auch ihre Partnerin Miriam Jakob liest gern und viel. "Ich habe lange Zeit Simone de Beauvoir gelesen", sagt die Pfarrerin, die erst im zweiten Studium Theologie gewählt hat. Zunächst hatte die gebürtige Freiburgerin Psychologie studiert und abgeschlossen. In Paris hatte sie schließlich auch an einer christlichen Beratungsstelle für Familien- und Lebensfragen gearbeitet: "Letztlich habe ich in der Psychologie aber keinen Platz für mich gefunden".

Und weil in jener Zeit auch der persönliche Glaube wieder lebendiger wurde, kam in ihr der Wunsch auf, Pfarrerin zu werden. "Ich habe es in der Beratungsstelle immer als hilfreich erlebt, wenn ich über die Beratung hinaus noch einen anderen Lebensgrund mitgeben konnte", erzählt sie. Fragt man sie nach ihrer Prägung im christlichen Glauben, dann lächelt sie freudig: "Ganz wichtig war für mich der Kindergottesdienst – in der Christuskirche, hier in Freiburg."

 

Einführungsgottesdienste: Pfarrerin Miriam Jakob wird am morgigen Sonntag, 16 Uhr, von Stadtdekan Markus Engelhardt in einem Festgottesdienst in der Johanneskirche in Merzhausen gottesdienstlich in ihr Amt eingeführt. Und am Sonntag, 12. Oktober, 16 Uhr, folgt dann der Einführungsgottesdienst von Pfarrerin Stefanie Steidel, ebenfalls mit Stadtdekan Engelhardt, in der evangelischen Kirche in Tiengen.

 

 

 

http://www.badische-zeitung.de/freiburg/zwei-pfarrerinnen-in-einem-haus

 


 

EVANGELISCH.DE

 

 Herta Leistner: Pionierin der Lesbenbefreiung

 

3. März 2011 - 17:56

 

 Herta Leistner, 1942 geboren, wurde 1996 mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland geehrt. Sie bekam den Orden für ihre Verdienste um Wahrnehmung und Emanzipation lesbischer Frauen in Kirche und Gesellschaft, ein Einsatz, der ihr viel Kritik aus evangelikalen Kreisen einbrachte.

 

Begonnen hatte Leistners Engagement im Jahr 1979, als sie Lesungen und Vorträge bei den Tagungen der "Werkstatt Feministische Theologie" hielt. Schließlich traute sie sich zu fragen: "Gibt es überhaupt lesbische Frauen in der Kirche? Wenn ja, so meldet euch doch!" Bis zu ihrer Verabschiedung im Jahr 2003, arbeitete sie als Studienleiterin des Frauenstudien- und -bildungszentrums der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) im hessischen Gelnhausen.

 

http://archiv.evangelisch.de/asset/35743?destination=node%2F35743