DRINGENDE WARNUNG VOR IVO SASEK und KLAGEMAUER TV

 

….in diesem Video kann jeder aufrichtige Nachfolger  Jesu erkennen: SASEK verkündigt einen anderen, einen falschen Jesus! Er segnet sogar Mohammed und bezeichnet ihn als "Christus"!

 

Leider beziehen viele echte Christen Klagemauer TV !

 

Im Worte Gottes gefestigte Brüder sollten sich diesen Teil der Predigt anhören - hier entlarvt sich der falsche Geist des IVO SASEK selbst.

 

Also: eine Selbstentlarvung des falschen Christus!

 

http://www.sasek.tv/feeling/predigt-teil3


Der alte Mann und Jehovas Zeugen.

 

Rolf Müller.

 

Der alte Mann hatte in seinem Leben viele Kontakte und Gespräche mit Jehovas Zeugen. Sie waren seine Arbeitskollegen, wohnten im selben Haus und sprachen ihn auf der Straße an. Sie diskutierten mit ihm in seiner Wohnung und schrieben ihm Briefe. Sie überreichten ihm schöne bunte Werbeschriften und die Zeitschriften "Wachtturm" und "Erwachet".

 

Der alte Mann bewunderte ihren  Missionseifer. Auch menschlich gesehen hatte er ein gutes Verhältnis zu ihnen. Warum er sich ihnen nicht angeschlossen hat, lag daran, dass er zum lebendigen Glauben an Jesus Christus gekommen war und die Bibel las.

 

Die ZJ haben eine eigene "Neue-Welt-Übersetzung" der Bibel. Sie haben sie dem alten Mann als die genaueste und beste Übersetzung der Bibel empfohlen. Der alte Mann sieht das nicht so. Die "Neue-Welt- Übersetzung" ist in weiten Teilen eine auf die Sonderlehren der Wachtturmgesellschaft zuge-schnittene Übersetzung.

 

Die ZJ sind überzeugt, dass nur sie im Endgericht Gottes gerettet werden. Das und noch viele andere Abweichungen von der Lehre der Bibel weisen die Zeugen Jehovas als Sekte aus.

 

Wer sind die Zeugen Jehovas? Am besten lassen wir sie selber zu Wort kommen. Im "Wachtturm" vom 1. September 2015 beschreiben sie sich so:

 

"Zeugen Jehovas geben den Menschen Lesestoff zur Bibel oder bieten kosten-lose Bibelkurse an. Sie geben vernünftige Antworten auf Fragen. Zeugen Jehovas haben eine enorme moralische Stärke. Sie sind selbstlos. Gut 8 Millionen Zeugen Jehovas sind in mehr als 230 Ländern als Bibel-lehrer aktiv. Sie halten sich an die Gesetze des Landes, bleiben aber politisch neutral. Sie sind kein "Teil der Welt", deshalb beziehen sie keine Stellung in politischen Angelegen-heiten. Sie unterstützen keinen Krieg. Bei alledem grenzen sie sich nicht aus der Gesellschaft aus. Zeugen Jehovas missionieren beim Einkaufen, auf der Arbeit und in der Schule. Zeugen Jehovas glauben der Bibel als Anleitung für ein sinnvolles Leben. Sie beten Jehova, den Gott der Bibel an und machen diesen Namen weit und breit bekannt. Als Christen glauben sie, dass Jesus, der Sohn Gottes, auf die Erde kam und der Messias wurde. Nach seinem Tod wurde er auferweckt und ist jetzt im Himmel. Dort wurde er später König vom Reich Gottes.

 

Gottes Reich ist eine echte Regierung, die aus der Erde ein Paradies machen wird. Jehovas Zeugen sind überzeugt, dass die Lebensregeln der Bibel den Menschen auch im Hier und Heute gut tun. Deshalb meiden sie Rauchen, Drogen- und Alkoholmissbrauch, sexuelle Unmoral und Diebstahl.

 

Zeugen Jehovas unterhalten Zweig-büros und Druckereien auf der ganzen Welt. Sie finanzieren ihr Werk ausschließlich durch freiwillige Spenden. Ihre Zeitschrift "Wachtturm" wird, wie sie glauben, von JEHOVA unterstützt und braucht deshalb nie bei Menschen um Unterstützung zu bitten und zu betteln. Spenden gehen entweder direkt bei einem Zweigbüro ein oder werden in einem der "Königreichs-säle" in einen dafür vorgesehenen Kasten eingeworfen.

 

Jehovas Zeugen wollen zeigen, was für ein guter Gott Jehova ist und wer hinter diesem Namen steht. Außerdem lieben sie ihren Nächsten. Was in der Bibel steht, kann buch-stäblich Leben retten. Die meisten Wachtturmleser sind keine Zeugen Jehovas, trotzdem nehmen Millionen Menschen an ihren Bibelkursen teil und sind froh und dankbar, wenn Zeugen Jehovas mit der Bibel in der Hand vor ihrer Tür stehen."

 

Soweit die Selbsteinschätzung der ZJ im "Wachtturm". Das klingt gut und biblisch. Man könnte sie als Vorbild ansehen. Sie sind freundliche Menschen und sie stehen für ihren Glauben ein.

 

Aber der alte Mann hat sich abgewöhnt, eine Lehre nach lieben und freundlichen Menschen zu beurteilen. Eine biblische Lehre muss an der Bibel geprüft werden.

 

Bei Gesprächen mit ZJ treten nach einiger Zeit Ungereimthei-ten zutage. Das liegt daran, dass sie die Bibel mit der "Wachtturmbrille" lesen. 

 

Darauf möchte der alte Mann zum Schluss hinweisen.  Bei aller berechtigten Kritik an der verfassten Kirche: JZ sind keine Alternative.

 

JZ leugnen die Dreieinigkeit Gottes. Jesus ist bei ihnen nicht Gott, sondern nur ein Geschöpf. Jesus Christus darf nicht angebetet werden. Die Errettung hängt von dem Namen Jehova ab. Der Heilige Geist ist keine Person der Gottheit, sondern nur eine wirksame Kraft.

 

Nur 144 000 ZJ kommen in den Himmel, alle anderen dürfen ewig auf einer paradiesischen Erde leben. Weil Jesus Christus nur für die 144 000, die eine himmlische Berufung haben, der Mittler ist, müssen alle anderen eine "verdienstliche Tat" voll-bringen, wenn sie ewiges Leben erhalten wollen. Für sie gilt eine Art "Selbsterlösung". Sie müssen für ihr Heil predigen, sie müssen arbeiten.

 

Die leitende Körperschaft der ZJ hat schon mehrmals im Namen Jehovas einen Termin für das Kommen Jesu vorhergesagt, der sich jedes Mal als falsch erwies.

 

Die ZJ lehren, dass es keine Hölle und keine ewige Qual gibt, obwohl die Bibel an vielen Stellen davon spricht. Die Menschen werden vernichtet, wenn sie sterben. Tot ist tot. Die ZJ, die im Endgericht Gottes bestehen, werden nicht auferweckt, sondern aus den "Gedächtnisgrüften" Jehovas neu geschaffen.

 

Das sind nur einige Thesen der Wachtturmgesellschaft, die der Bibel widersprechen. Dabei handelt es sich nicht um Kleinigkeiten, sondern um grundlegende Wahrheiten des Wortes Gottes. ZJ eifern für ihre Sache, aber mit Unverstand. Sie stehen bei Hitze und Kälte auf der Straße, bieten ihre Literatur an und hoffen, bei Jehova angesehen zu sein. Der alte Mann kann deshalb nur warnen, sich mit dieser Sekte einzulassen.

 

Die ZJ haben auf viele Fragen eine scheinbar vernünftige Antwort. Trotzdem muss alles am Wort Gottes geprüft werden. Stimmt es mit der Bibel überein? In den vielen Gesprächen, die der alte Mann geführt hat, konnten ihm die ZJ eine Frage nicht plausibel beantworten: "Könnt ihr mir mehr geben als dass Jesus Christus mich erlöst hat?" Es stellte sich heraus, dass ZJ keine Heilsgewissheit haben. Woher sollte die auch kommen, wenn sie in den entscheidenden Punkten auf sich selbst geworfen sind? Sie wissen nicht, ob sie am Ende ihres Lebens genügend "Felddienststunden" geleistet haben, um gerettet zu werden. Sie müssen sich auf ihre eigene Treue verlassen statt auf die Treue Gottes.

 

Für sie gibt es nicht die Erlösung durch den Glauben an Jesus Christus. Der ist ja nach der Lehre der Wachtturmgesell-schaft nur ein Geschöpf, ein Engel, der nicht Gott gleich ist.

 

ZJ sind im Grunde arme, bedau-ernswerte Menschen. Sie sind Sklaven der Wachtturmgesell-schaft, sie sind keine Sklaven Jesu Christi. Sie sind Literatur-verbreiter, aber keine Zeugen Jesu Christi. Sie verkündigen kein Evangelium, sondern eine verhängnisvolle Irrlehre. Am Ende werden sie, wenn sie sich nicht bekehren und an Jesus Christus und sein Erlösungs-werk am Kreuz glauben, ewig verloren gehen.

 

Der alte Mann wäre verrückt, wenn er seine Erlösung in Jesus Christus mit der Knechtschaft der ZJ tauschen würde.

 

"Jesus nur alleine sei mein Losungswort! Nein, von meinem Heiland geh ich nicht mehr fort.

 

Er gab mir die Kindschaft, nahm mich auf und an. O wie bin ich fröhlich, dass ichs glauben kann!

 

Dabei soll es bleiben, bis mein Auge bricht. Amen, Halleluja! Jesus lässt mich nicht.

 

Johann Daniel Feddersen.

 


Am Grabe berühmter Christen geistlich auftanken?

Irrwege - Bill Johnson /New Age

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https://www.youtube.com/watch?v=6wKPjf1mjb8 

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Der Einfluss der Bethel Church in Redding, Kalifornien, mit Hauptpastor Bill Johnson hat in Europa erstaunlich zugenommen. Von seiner Bethel Church stammen auch die "Propheten" von Awakening Europe, Ben Fitzgerald und Todd White. Dieser Videoclip dauert nur 4 Minuten.

 

Besonders alarmierend: Es wird gezeigt, wie Johnson und seine Leute sich auf die Gräber berühmter Christen legen, um dort "Soaking" zu praktizieren, also geistliche Kraft zu tanken.

 

Ähnlich hat ja Benny Hinn seine "Power" am Grabe von Aimee McPherson bekommen.   ----   Erschreckend diese geistigen Verirrungen !!!!

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Was Anselm Grün, Sarah Young, Joyce Meyer und Bayless Conley WIRKLICH lehren

(tb) Einige gegenwärtig erfolgreiche Prediger und Bestsellerautoren verbreiten scheinbar eine gemeinsame Botschaft: „Genieße dein Leben, genieße den Glauben!“ Zu diesen gehören die charismatisch geprägten Autoren Sarah Young, Joyce Meyer und Bayless Conley sowie der katholische Autor Anselm Grün. Sie prägen heute Millionen Menschen auch im deutschsprachigen Europa. Ihre Botschaft spricht die Sehnsüchte und Wünsche vieler Menschen nach einem erfüllten Glaubensleben an. 
Ob diese sinnlichen und bedürfnisorientierten Botschaften aber den Aussagen der Bibel entsprechen, fragt der postmodern Geprägte nicht. Während echte Christusnachfolge und konsequente Jüngerschaft auch Selbstverleugnung beinhaltet, finden sich bei den genannten Autoren eher Selbstverwirklichung, Selbstfürsorge und Selbstliebe sowie Anleitungen, das irdische Leben zu genießen. Ein solider und tragfähiger Glaube orientiert sich aber an dem, was die Heilige Schrift sagt, und nicht an dem, was der Zeitgeist sagt. Jedem Gläubigen sei geraten, an der objektiven Wahrheit des Wortes Gottes festzuhalten und nicht subjektive Wahrheiten in neuen Botschaften und Übungen zu suchen. Gottes Wort ist „Geist und Leben“ (Joh 6,63) – auch oder gerade im Zeitalter der Postmoderne.
Lesen Sie hier den gesamten Artikel mit Original-Zitaten von Anselm Grün, Sarah Young, Bayless Conley und Joyce Meyer:


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Quelle: www.cgd-online.de


Blatt 1 - Der alte Mann und die Berliner Erklärung



Kennzeichen einer Infizierung vom Schwarmgeist (Zeugnis Teil 2)

http://distomos.blogspot.de/2014/07/rudi-holzhauer-endzeitliche-verfuhrung.html#more


Der Geist der Wahrheit und der Geist der Täuschung

 

 1.   Zeichen der Zeit

 Wenn wir die heutige Zeit einmal nüch­tern überdenken, so mussten wir feststel­len: Wir leben in einer Zeit, die durch viele Ereignisse und viele Strömungen erschüttert ist. Sie ist gekennzeichnet von Verwirrung, Verführung und Auflösung der Fronten. Die meisten von uns sind wohl davon überzeugt, dass wir in einer Zeit leben, die der Wiederkunft un­seres Herrn Jesus Christus unmittelbar vorangeht. Deshalb sollten uns die Er­eignisse unserer Tage nicht so sehr über­raschen, da uns doch alles in der Heili­gen Schrift vorausgesagt worden ist.

 

Es ist sicherlich kein Zufall, dass un­ser Herr in Matthäus 24 und Markus 13 die Vorschau auf seine Wiederkunft mit dem ernsten Satz einleitet: „Sehet zu, dass euch nicht jemand verführe!" Wir werden also zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen. Jesus ermahnt uns in besonderer Weise dazu. In seiner Wiederkunftsrede in Mark. 13 spricht der Herr in den letzten fünf Ver­sen sogar viermal hintereinander vom Wachen, wobei sein letzter Satz lautet: „Was ich euch aber sage, sage ich allen: Wachet!"

 

Wenn uns also unser Herr ausdrück­lich vor Verführung warnt und zur Wachsamkeit aufruft, dann hat das na­türlich seinen Grund und wir können nicht ungestraft in dem Sinne arglos und wenig wachsam als Gläubige in den Tag hineinleben.

 

Im Folgenden wollen wir uns mit einer ganz bestimmten Strömung auseinandersetzen, nämlich mit der sog. Charismatischen Bewegung. Die Vertreter dieser Richtung weisen uns in Gesprächen sehr schnell auf die Zeichen und Wunder in der Urgemeinde hin. Und in der Tat, das Buch der Apostelgeschichte scheint uns auf den ersten Blick eine ausreichende biblische Begründung zu geben für alle diese Phänomene, die sich heute bei uns abspielen. Haben wir hierfür nun aber wirklich eine biblische Grundlage? Wir sollten beachten, dass in den eben erwähnten Reden des Herrn über Seine Wiederkunft und auch in den entsprechenden Abschnitten der neutestamentlichen Briefe die endzeitliche Verführung besonders hervorgehoben wird. In diesen Aussagen ist auch immer wieder von Zeichen und Wundern die Rede, aber, und das ist entscheidend, nicht mehr im positiven Sinn.

 

Im Gegenteil, man wird ernstlich davor gewarnt. Zeichen und Wunder dienen nun am Ende der Zeit der Verfüh­rung und damit dem großen Abfall. Den­ken wir z. B. an die Aussage unseres Herrn in Mt 24,24: „Es werden falsche Christusse und falsche Propheten aufste­hen und werden große Zeichen und Wunder tun, um so, wenn möglich, auch die Auserwählten zu verführen." In die­sem Sinne schreibt Paulus auch in 2Thess 2,9: Die Ankunft (des Gesetzlosen) geschieht nach der Wirksamkeit des Satans in aller Macht und allen Zeichen und Wundern der Lüge." Nichts liegt für den, der in der Nachfolge Jesu steht, na­her, als die Bibel zu befragen, was sie über unsere heutige Zeit zu sagen hat. Zu diesem Thema finden wir nun nichts in der Apostelgeschichte, weil dort der Be­ginn der Urgemeinde beschrieben wird. Wenn wir für die Gegenwart biblische Aussagen ableiten wollen, so müssen wir in erster Linie, wie schon angedeutet, diejenigen Kapitel der Bibel betrachten, die jene Periode behandeln, die der Wie­derkunft unseres Herrn unmittelbar vor­ausgeht. Der geradezu klassische Brief des Paulus, der von der letzten Zeit spricht, ist der zweite Brief an die Thessalonicher. Und was lesen wir da als Parallele zu den Wiederkunftsreden unseres Herrn?" Lasst euch von niemanden in irgendeiner Weise verfuhren, denn dieser Tag kommt nicht, es sei denn, dass zuerst der Abfall komme und geoffenbart werde der Mensch der Sünde" (2Thess 2,3). Es muss also zuvor der Abfall kommen und keine weltweite Erweckung, wie es uns gerade in den schwarmgeistigen Strö­mungen immer wieder nahe gelegt wird. Unser Herr Jesus Christus sagt auch in Lukas 18, 8: „Doch wird wohl der Sohn des Menschen, wenn er kommt, den Glauben finden auf Erden?" Und Er ver­gleicht die Tage, die seiner Wiederkunft vorausgehen, mit den Tagen Noahs, wie sie waren vor der Sintflut (Mt 24,37-39). Wenn wir dann in 1. Mose 6 ff. nachle­sen, so sehen wir diesen weltweiten Nie­dergang, „denn alles Fleisch hatte seinen Weg verderbt auf Erden."

 

Eine ähnliche Aussage haben wir nun auch hier in 2Thes 2,3. Es kommt der Abfall (apostasia). Der Mensch der Sünde wird offenbar. Im Grundtext heißt es „anomia", was schlicht und einfach „Gesetzlosigkeit" bedeutet. Vor der Wiederkunft Jesu ist also mit einer uner­hörten Anarchie und mit einer Zunahme von Gewalt und Auflösung der Ordnun­gen Gottes zu rechnen. In dieser Zeit müssen auch nach 2Thes 2,9-11 umfas­sende Strömungen auftauchen, die Zei­chen und Wunder in noch nie da gewese­ner Weise betonen. Und tatsachlich, hat­te man einen Gläubigen vor ungefähr 20 Jahren gefragt, was „charismatisch" heißt, so hatte er wahrscheinlich erstaunt zurückgefragt, was das sei. Heute ist diese Be­wegung wie ein Step­penbrand über all einge­drungen. Im weiteren Verlauf seiner Ausführungen sagt dazu Paulus in 2Thes 2, 4, dass der Mensch der Gesetzlosig­keit (Gott) widersteht und sich selbst er­höht über alles, was Gott heißt, oder ein Gegenstand der Verehrung ist, so dass er sich in den Tempel Gottes setzt und sich selbst darstellt, dass er Gott sei. - Hier ist noch etwas bemerkenswert. Die meisten Ausleger nehmen an, dass vor der Wie­derkunft Christi der Tempel in Jerusalem noch einmal aufgebaut wird. Das ist durchaus möglich. Es gibt auch keine Schwierigkeiten, die Erfüllung dieser prophetischen Aussage so zu sehen. Doch bietet sich für diese Bibelstelle eine weitere Auslegungsmöglichkeit an, die ebenfalls erwähnt werden sollte. In seinen Briefen spricht Paulus sechsmal vom Tempel Gottes (Bibelstellen s. u.), wobei er das Wort „naos" gebraucht.

 

Wenn aber unser Herr Jesus Christus vom Tempel in Jerusalem sprach (z.B. in Mt 24), so benutzte er das Wort „hieron". Dieses Wort bezeichnet den sichtbaren Gebäudekomplex und „naos" das eigentliche Heiligtum oder das Allerheiligste.

 

In 1Kor 3, 16-17 sagt Paulus: „Wis­set ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt? Wenn jemand den Tempel Gottes ver­dirbt, den wird Gott verderben, denn der Tempel Gottes ist heilig, der seid ihr." Hier findet sich für Tempel immer das griechische Wort "naos". Das gleiche Wort steht in 1Kor 6, 19: "Wisset ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist." Ebenso heißt es in 2Kor 6,16: "Ihr aber seid der Tempel des Heiligen Geistes." Schließlich kommt das Wort "naos" noch in Eph 2, 21-22 vor: "Auf welchem der ganze Bau ineinander gefügt wächst zu einem heiligen Tempel in dem Herrn, auf welchem ihr auch miteinander erbaut werdet zu einer Behausung Gottes im Geist." Bei all diesen fünf Bibelstellen sind mit dem Tempel Gottes immer die Gemeinde bzw. der einzelne Gläubige gemeint. Das gleiche Wort "naos" steht nun auch in 2Thes 2, 4. Von daher ist anzunehmen, nun in übertragener Auslegung, dass vor der Wiederkunft Jesu mit einer schier unheimlichen Infiltration der Gemeinden und der einzelnen Gläubigen durch finstere Machte zu rechnen ist. Und mit Erschrecken stellen wir fest, dass sich heute dieses vor unseren Augen abspielt. Der Wegbereiter dazu ist m. E. u. a. die schwarmgeistige Strömung.   Zu ihrer Praxis gehört in vermehrtem Maße auch das vorschnelle Auflegen der Hände.

 

2.   Handauflegung unbiblischer Art

 

Diese Handauflegungen haben eine nur allzu oft verhängnisvolle Auswirkung. Nicht, dass man Handauflegung generell ablehnen musste. Es wird auch in der Heiligen Schrift darüber berichtet. Aber wir haben im Neuen Testament keinen Befehl, Hände aufzulegen, - wohl aber einmal die Warnung: In 1Tim 5,22 „niemandem die Hände zu schnell aufzulegen". Paulus gibt auch die Begründung dazu: „Mache dich nicht fremder Sünden teilhaftig, halte dich selbst rein." Es ist eine leidvolle Erfahrung der echten Seelsorger: Träger falscher Geister legen in der Regel vorschnell ihre Hände auf. Der Heilige Geist aber wird nicht durch die Hände von Menschen weiterge­reicht, denn der Heilige Geist ist Gott, und Gott lässt sich nicht von Menschen­händen dienen (Apg 17, 25). Den Heili­gen Geist gibt nur Gott (Gal 3,1 -2). Im Fall falscher Handauflegung wollen Menschen über Gott verfügen. Man stellt sich über Gott. Man meint, mittels seiner Hände den Heiligen Geist übertra­gen zu können. Das entspricht dem Geist, der sich über alles erhebt, was Gott oder Gottesdienst heißt (2Thes 2, 4). Wenn man Menschen in Versamm­lungen anbietet: Kommt nach vorne, wir legen euch die Hände auf, empfangt den Heiligen Geist! So heißt dies eigentlich anders ausgedruckt: Wir verfugen (mit­tels unserer Hände) über Gott. Dieses Handeln ist widergöttlich.

 

Ein Arzt, der auch in einem umfang­reichen Seelsorgedienst steht, wurde ein­mal gefragt, was er von der Pfingst- und Charismatischen Bewegung halte. Er­wies auf einen dicken Aktenordner hin, den er vor sich hatte und sagte: „Ich habe die Unterlagen gesammelt und kann Ih­nen belegen, wie es den Patienten nach jeder Handauflegung schlechter geht." Er meinte das sei natürlich nicht die Handauflegungen im generellen Sinne, sondern diese vorschnelle eigenmächti­ge Handlungsweise.

 

In dieser unbiblischen Handaufle­gung haben wir also eine Tätigkeit vor uns, durch die der Tempel Gottes mit Machten von unten durchsetzt wird. Es gibt sehr viele Fälle, bei denen Men­schen nach solchen voreiligen, eigen­mächtigen Handauflegungen von charis­matischer Seite nicht nur stark depressiv wurden, sondern auch unter Zwangsge­danken zu leiden begannen. Das führte bei einigen sogar bis zum Selbstmord. Nun kann man sich fragen, warum diese Infiltration so rasch möglich ist. Ein Grund dafür durfte in dem Phänomen der Passivität liegen. Mit diesem Phäno­men wollen wir uns nun etwas naher be­fassen.

 

3.   Passivität

 

3.1   Die Identitätstheorie

 

Es waren eigentlich die Untersuchungs­ergebnisse von weltlichen Wissenschaft­lern, durch die mir die Zusammenhänge der Passivität in neuer Weise klar gewor­den sind. Führend auf diesem Gebiet sind die beiden berühmten Gehirnfor­scher Sir John Eccles, Nobelpreisträger, und Wilder Penfield. Diese beiden Wis­senschaftler haben aufgrund von Gehirn­untersuchungen festgestellt, dass die sog. Identitätstheorie der Materialisten falsch ist. Was versteht man nun unter der Identitätstheorie? Wenn jemand ei­nem Atheisten erklärt, dass der Mensch nicht nur aus der sichtbaren Materie be­steht, sondern dass er eine unsichtbare Seinsgröße in sich hat, eine unsterbliche Seele, dann wird der Gottesleugner ant­worten: „Das ist alles frommer Unsinn. So etwas gibt es nicht. Meine Person, meine so genannte Seele ist nur die Sum­me der hochkomplizierten elektrochemi­schen Abläufe meines Gehirns. Wenn mein Gehirn aufhört zu existieren, er­lischt auch meine Person." Dies wäre also die Identitätstheorie: Meine Person ist identisch mit meinem Gehirn. Die beiden oben genannten Wissenschaftler haben nun erkannt, dass dieses über­haupt nicht stimmt. Sie mussten auf­grund ihrer Forschungsergebnisse fest­stellen, dass unser Gehirn wohl einer komplizierten Maschine vergleichbar ist, die sich aber nicht selbst steuert, son­dern von einem unsichtbaren Wesen be­dient wird. Sir John Eccles nennt es das „Selbst". Es handelt sich gewissermaßen um eine unsichtbare Person. Die beiden Forscher haben also erkannt, dass unser Gehirn eigentlich gar nicht denken kann. Was in Wirklichkeit denkt, ist eben ein Geist als übergeordnete Instanz,

 

der sich dieses Gehirns wie einer Ma­schine bedient. Die beiden verglichen das Gehirn, grob gesprochen, mit einem Klavier. Von dieser Illustration her ist es einleuchtend, dass das Entscheidende nicht das Klavier ist, sondern wer es be­dient, sozusagen darauf spielt. Unser Ich denkt mit unserem Gehirn, so wie ein Programmierer mit seinem Computer zusammenarbeitet. Diese Gehirnfor­scher haben außerdem noch festgestellt: Nicht nur mein Geist, mein eigenes „Selbst" kann das Gehirn bedienen, son­dern auch ein anderer Geist. Mit dieser Tatsache hangt auch das Phänomen von Zwangs- und Lästergedanken zusam­men. Menschen bekommen Gedanken, Bilder und Eingebungen gegen ihren Willen eingegeben. Auch etliche Gläu­bige leiden darunter. Das hängt wohl da­mit zusammen, dass hier noch okkulte Anrechte vorhanden sind, durch die es einem fremden Geist möglich ist, immer noch in diese hochkomplizierte Appara­tur des Gehirns hineinzuschalten. Den­ken wir z. B. an Menschen, die sich aus der Drogenszene bekehrt haben. Nach ihrer Bekehrung erleben manche noch sog. „flash-backs". Diese Fremdbeeinflussung wird durch ein Leben in der Heili­gung, an dem der dem Herrn ausgeliefer­te Wille des Menschen beteiligt ist, ge­wöhnlich abgebaut. Ich kenne etliche Zeugnisse von ehemaligen Hippies, Rauschgiftsüchtigen und anderen, die mir solche Erlebnisse erzählten. Es sei an 2Kor 7, 1 erinnert: „Wir wollen uns reinigen von aller Befleckung des Flei­sches und des Geistes zur Vollendung der Heiligung in Gottesfurcht."

 

In meinem Buch „Gemeinde Jesu -endzeitlich unterwandert?" (5. überarbeitete Auflage 1982) zitiere ich zu die­sem Thema auf S. 252 eine Aussage ei­nes bekannten amerikanischen Schrift­stellers, Dave Hunt: Als eine Maschine, die auch ein Geist bedienen kann, hat der Nobelpreisträger Sir John Eccles das menschliche Gehirn bezeichnet. Norma­lerweise ist meine Persönlichkeit der Geist, der mein Gehirn bedient. Aber wenn ich mich in einen veränderten Be-wusstseinszustand begebe und einer Macht die Kontrolle übergebe, die ein Spiritist oder Meditationslehrer als einen Geist bezeichnet, dann hindert nichts diesen neuen Geist mein Gehirn zu steu­ern und darin Erlebnisse hervorzurufen, die mir zwar sehr real vorkommen, in Wirklichkeit aber gar nicht stattfinden."

 

3.2. Aktiv oder passiv?

 

Die Nachfolge Jesu und das Gebet erfor­dern immer unsere Aktivität. Unser Wil­le ist hier entscheidend angesprochen. Die Bibel sagt: Ringet! Suchet! Bittet! Klopfet an! Jaget nach! Widerstehet! Prüfet! Nahet euch zu Gott! Paulus schreibt an die Kolosser: Ich lasse euch wissen, welch einen schweren Kampf ich für euch habe (Kol 2,1). Und das ge­naue Gegenteil von Passivsein ist: Seid wachsam!

 

Wir wollen nun die beiden grundle­genden Tatsachen einander gegenüber stellen: Der Heilige Geist bewirkt Selbstkontrolle. Der falsche Geist sucht die Direktkontrolle. Es heißt in Gal. 5,22 bei der Aufzählung der Frucht des Geis­tes am Schluss Enthaltsamkeit. Das grie­chische Wort „enkrateia" kann man auch mit Selbstkontrolle übersetzen. Der Hei­lige Geist erleuchtet unseren Verstand und aktiviert unseren Willen. Der falsche Geist schaltet ihn aus. Der Heilige Geist, der Geist der Wahrheit, macht wachsam und aktiv. Der falsche Geist, der Geist der Täuschung, macht passiv. Der Geist der Wahrheit beeinflusst mein Herz, der falsche Geist bedient sich des Leibes. Wir können also feststellen: Der Heilige Geist bewirkt, dass ich selbst, mein Ich - nach biblischer Anthropologie meine Seele (Psyche) - immer besser mein Ge­hirn, diese biologische Maschine bedie­nen kann. Was mit meinem Ich, meiner Person, gemeint ist, möchte ich an fol­gendem biblischen Bericht erläutern. Wir kennen alle die Geschichte vom rei­chen Mann und armen Lazarus (Lk 16,19-31; hier ist übrigens nicht von ei­nem Gleichnis die Rede). Der reiche Mann befindet sich im Totenreich, wie es wörtlich heißt. Er ist dort als Person vollständig vorhanden, obwohl seine „biologische Maschine", sein Leib und sein Gehirn zerfallen bzw. tot sind. Er ist gestorben. Aber er redet, hat Empfindun­gen, erkennt Lazarus usw. Das, was als Person von diesem reichen Mann noch völlig vorhanden ist, können wir wohl als seine Psyche, sein Selbst, sein Ich be­zeichnen.

 

Der Heilige Geist bewirkt also, dass ich immer besser diese Maschinerie be­dienen kann, er wird nie direkt hinein­schalten, weil Gott seine Schöpfungsordnung respektiert.  Er hat sich hier selber eine Schranke gesetzt, weil er seine Geschöpfe liebt und manipuliert keinen Menschen.

 

Das Phänomen der Passivität, zu der Menschen von fremden Geistern verführt werden können, tut sich heute erschreckend vor uns auf. Wie fromm sich so etwas tarnen kann, lesen wir in ei­nem Buch, das in einer der größten Spiritistenlogen Europas aufliegt. Dieses Buch tragt den Titel: „Der Verkehr mit der Geisterwelt." Unter der Überschrift „Die Ausbildung der Medien" heißt es dort: „Er beginnt mit einem kurzen Ge­bet, hält eine Lesung aus der Heiligen Schrift und denkt über das Gelesene nach. Darauf hält er, wie vorhin angege­ben, seine Hand mit einem Bleistift auf ein vor ihm liegendes Blatt Schreibpa­pier und verhalte sich abwartend ohne ir­gendwelche geistige Spannung. Wird er zur Niederschrift von Gedanken ge­drängt, die mit großer Bestimmtheit ihm inspiriert werden, so schreibe er sie nie­der. Wird seine Hand durch eine fremde Kraft in Bewegung gesetzt, so gebe er nach."

 

Wenn man in Indien zu einer Wahr­sagerin geht, sagt sie als erstes: „Make your mind blank!" (Entleere deinen Ver­stand) Lass dich fallen! Öffne dich! Die Heilige Schrift sagt dagegen: Widerste­het! (z.B. 1Pt 5,9; Jak 4,7) Außerdem fordert auch jeder Hypnotiseur Passivi­tät. Er verlangt, dass sich die Menschen ihm öffnen. Jeder Hypnotiseur gibt auch zu, dass er bei demjenigen nichts aus­richten kann, der ihm willentlich wider­steht.

 

Die Bibel erklärt, wie schon erwähnt: Seid wachsam und widersteht allen listi­gen Anläufen des Teufels! Man beachte: Die Mahnung im ersten Petrusbrief ist keineswegs an die Ungläubigen gerich­tet, sondern an die Gläubigen: „Seid nüchtern und wachet! Euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllen­der Löwe und sucht, wen er verschlingen könne; dem widerstehet fest im Glau­ben!"

 

3.2  Die Passivität in den modernen christlichen Bewegungen

 

Gläubige in den pfingstlichen und cha­rismatischen Bewegungen nehmen an, dass sich der Heilige Geist - was er aber gerade nicht tut - ihrer direkt bedient und aus ihnen praktisch wie aus einem Medi­um spricht oder wirkt. Deswegen begin­nen alle diese Strömungen, sei es die klassische Pfingstbewegung von 1906 in Los Angeles, die cha­rismatische Be­wegung, die um 1960 aufbrach" oder die katholische charismatische Be­wegung, die etwa 1967 ihren Anfang nahm, immer mit den Weissagungen: „So spricht der Herr." Doch diese For­mulierung gibt es im Neuen Testament nicht. Es ist eine alttestamentliche Aus­drucksweise. Die Briefe des Paulus oder Petrus, die Wort Gottes sind, beginnen nicht mit der Einleitung „So spricht der Herr", sondern die Persönlichkeit des Schreibers ist voll entfaltet und man er­kennt den Stil des Paulus, seine persönli­chen Wünsche usw. Letztlich ist die In­spiration ein Geheimnis, doch eines kann man sagen: Der Heilige Geist lässt dabei die Persönlichkeit sich entfalten. Er verbindet die Person des Schreibers in harmonischer und organischer Weise mit dem göttlichen Willen und schaltet sie nie in einer mediumistischen Weise aus.

 

Weil man jedoch in den charismati­schen Bewegungen meint, dass der Hei­lige Geist direkt durch einen Menschen redet, deshalb gibt es dort oft ein über­steigertes Sendungsbewusstsein. Sehr oft ist damit Hochmut und Unbelehrbar­keit verbunden. Es gibt dann sogar Ich-Jesusbotschaften. Wer aber unter Berufung auf das Wort Gottes diese Strömungen nicht anerkennt, dem wird sehr schnell Lästerung gegen den Heili­gen Geist vorgeworfen. Wir aber müssen feststellen, dass diese verkehrten An­schauungen mit falschen Lehren über _ den Heiligen Geist zu­sammenhängen, die der Anthropologie und Pneu-matologie der Pfingstbe­wegung und der charis­matischen Strömung zugrunde liegen.

 

Damit hängt auch zusammen, dass Zungenredner meinen, gewöhnlich mit Berufung auf 1Kor14, der Heilige Geist rede oder bete direkt in ihnen. Hierzu müssen wir feststellen, dass im ganzen Kapitel 14 das Wort Heiliger Geist nicht vorkommt. Spiros Zodhiates schrieb dazu in seinem Buch „Tongues": „Wann immer die Worte Geist oder Geister in diesem Kapitel erwähnt werden, bezie­hen sie sich immer auf den Geist des Menschen. Es wird nicht berichtet, dass dieses Phänomen sich in anderen neutestamentlichen Gemeinden ereignete, noch versuchte Paulus jemals, dies bei ihnen durch Briefe einzuführen. Wenn es tatsachlich den unentbehrlichen Be­weis für Geistlichkeit und das Erfülltsein mit dem Heiligen Geist darstellte, dann können wir sicherlich von ihm erwarten, dass er alle Gläubigen drängen würde, um diese Gabe zu beten. Stattdessen sucht er sie so stark wie möglich bei den Korinthern zurückzusetzen" (zitiert in meinem o. g. Buch S. 251).

 

Paulus schreibt also ausdrücklich in 1Kor 14,14: „Wenn ich in Zungen bete, betet mein Geist." Er sagt nicht, es betet der Heilige Geist! Oder wenn wir Kap. 14,32 betrachten: „Die Geister der Pro­pheten sind den Propheten untertan." Hier ist wiederum der menschliche Geist gemeint. In pfingstlichen Kreisen nimmt man aber an, dass der Heilige Geist auch direkt in den Gläubigen bete. Wir fragen dazu, ob hier nicht die klassischen Ge­setze des Mediumismus dahinter stehen? So schreibt z. B. Ar­nold Bittlinger, den man gewissermaßen als den Vater der charismatischen Bewe­gung auf deutschem Boden bezeichnen kann, in seinem Buch „Glossolalia" (Zungenreden): „Viele Christen haben die Erfahrung gemacht, dass es in ihnen ständig betet, auch wenn sie schweigen, oder wenn sie mit ihren Gedanken bei der Arbeit sind." So schön das klingen mag, es erinnert an die klassischen Ge­setze und Symptome des Geistes des Irr­tums, der Täuschung. Solche Geister be­wirken, dass, während ein Mensch sich still und passiv verhält, es in ihm betet. Dagegen bewirkt der Heilige Geist, dass ein Christ bewusst selbst betet und dass er seinen Mund selbst auftut. Gottes Geist wird Passivität oder sogar Faulheit nicht unterstützen, weil er die Schöp­fungsordnung respektiert.

 

Aus diesem allen wird es uns wohl verständlich, warum unser Herr Jesus Christus in seinen Wiederkunftsreden immer wieder zur Wachsamkeit ermahnt hat. Wir müssen wissen, dass Yoga, Au­togenes Training, Transzendentale Medita­tion, Drogen, Charismatische Strömun­gen, vieles vom Fernsehen, die harte Beat- und Rockmusik, bes. solche mit großer Lautstarke, und noch vieles ande­re zur Passivität hinleitet. Die Quintes­senz ist: Man lässt sich einfach fallen oder gleiten und liefert sich so einer fremden Macht aus. Wir aber können es nicht genug wiederholen, was die Bibel sagt: Seid wachsam!

 

Ein junger Mann, der tief in das Autogene Training verstrickt war und sich dann zum Herrn bekehrte, sagte ein­mal: Einer der Schlüsselsät­ze beim Autogenen Training lautet: „Es atmet mich." Mit diesen Passivitätsgesetzen hängt auch zusammen, dass die fremde Macht bei stärker werdenden Einflüssen der Finsternis einen Menschen immer starker erfassen kann. Der Betreffende stürzt dann zu Boden, wird „erschlagen" Oder „ruht im Geist" usw. In der charis­matischen Literatur ist von derartigen Erscheinungen immer mehr die Rede.

 

Warum kann nun beim Auflegen der Hände, wie es oft im falschen Eifer so rasch erfolgt, die Infiltration durch einen fremden Geist wirksam werden? Eben, weil sich Menschen, die sich dem Handaufleger ausliefern, oft allzu schnell pas­siv machen. In diesem Zusammenhang ist bemerkenswert, was G.H. Lang in seinem Buch „The Earlier Years of the Modern Tongues Movement" (Die ersten Jahre der heutigen Zungenbewe­gung) Seite 28-29 über den Beginn der Klassischen Pfingstbewegung 1906 in Los Angeles schreibt. Er schildert eine Frau, die wie im Trancezustand zum Klavier schritt, dessen Deckel ihr Mann eigens verschlossen hatte, weil er genau wusste, dass seine Frau nicht Klavier spielen konnte. Sie jedoch öffnete den Deckel und spielte hervorragend. Gerade hier stoßen wir wieder auf die typischen Merkmale der Einwirkung fremder Geister. Die „biologische Maschine" dieser Frau war Werkzeug einer fremden Macht, die das Klavierspielen beherrsch­te. Jene Frau war in diesem Sinne nur Medium.

 

Auf ähnlicher Ebene liegt das Zeug­nis von Barratt, den man den Vater der europäischen Pfingstbewegung nennt, und der das Zungenreden von Los Ange­les nach Europa gebracht hat. Nach sei­ner „Geistestaufe" am 5.11.1906 schil­dert er folgendes: „Die Kraft kam so plötzlich und mächtig, dass ich am Bo­den lag und für einige Zeit unaufhörlich in Zungen redete... Es schien, als ob eine eiserne Hand über meinen Kiefern lag. Sowohl Kiefer als auch die Zunge wurde von dieser unsichtbaren Kraft bewegt." Auch hier begegnen uns wieder die typi­schen Gesetze des Mediumismus. Da­von wird die gesamte Strömung der Pfingstbewegung durchzogen. Weil der fremde Geist sich oft materiegebunden manifestiert, deshalb wird durch vor­schnelle Handauflegung der körperliche Kontakt gesucht, um die Übertragung des falschen Geistes zu ermöglichen. Hat dann die Infiltration eine gewisse Größenordnung erreicht, können die fremde Machte das Gehirn immer direkter bedienen und kontrollieren. Deshalb beobachten wir heute, dass immer mehr Menschen Stimmen hören, Gesichte, Vi­sionen und Engelerscheinungen haben und anderes mehr. Manche behaupten sogar, Jesus persönlich gesehen zu ha­ben. Berichte hierüber greifen immer mehr sich. So sagte z.B. Demos Shakarian, der Begründer der Vereinigung der „Geschäftsleute des vollen Evangeli­ums", als er seine „Geistestaufe" erhielt, dass er von einer unsichtbaren Kraft zu Boden gezogen wurde. Es heißt dann weiter: „Ich lag dort völlig hilflos, unfä­hig, aufzustehen, um ins Bett zu gehen." Auch hier herrscht ein fremder Geist. Der Heilige Geist bewirkt, wie bereits ausgeführt, die Selbstkontrolle. Im vor­liegenden Fall jedoch hat ein Mensch die Kontrolle über sich selbst verloren. Das schwerwiegende Wort „Besessenheit" stammt übrigens daher, dass ein fremder Geist mich im wörtlichen Sinne „be­sitzt". Man kann nicht mehr ausfuhren, was man will. Man verliert die Kontrolle über sein Gehirn und Bereiche seines Leibes.

 

3.4  Die Erfahrung der Exkursion der Seele

 

Bei noch stärkeren Anrechten der Fins­ternis kann diese fremde Macht die Seele eines Menschen, sein Selbst, die unsicht­bare Person, sogar aus der „biologischen Maschine" herausziehen. Man nennt das „Exkursion der Seele“. Es ist ein bekanntes Phänomen des hochgradigen Spiritis­mus. Auf gleicher Ebene befinden sich auch die Sterbeerlebnisse. In diesem Zu­sammenhang mochte ich die Bestseller von Elisabeth Kübler-Ross und R. Moody erwähnen. Dort wird geschildert, dass Menschen den Eindruck haben, sie sind außerhalb ihres Leibes. Man schwebt z. B. unter der Zimmerdecke und sieht sich dann selbst liegen oder sitzen. In der christlichen Literatur sind heute immer mehr Beispiele dieser spiritistischen Be­gebenheiten zu finden.

 

Nochmals zu Demos Shakarian: Bei der Vision, die zur Gründung der „Ge­schäftsleute des vollen Evangeliums" führte, sieht er sich über der Erde schwe­ben. Als diese Vision zu Ende ist, sieht er sich in seinem Heim in Downey, Kali­fornien, knien und beten. Das ist ein­wandfrei Exkursion der Seele, also hochgradiger Spiritismus im frommen Gewand. Oder nehmen wir das Buch von Bilquis Sheik „Allah - mein Va­ter?", welches große Verbreitung gefunden hat. Es ist die Bekehrungsgeschichte ei­ner ehemaligen Mohammedanerin von Pakistan, die ebenfalls diese Exkursion der Seele erfährt. (Siehe dazu die Buch­besprechung in „BuG" 3/1981) - Oder in dem Buch von Roland Buck „Begeg­nungen mit Engeln" (siehe auch „BuG 3/1981, S. 261), erlebt der Autor das gleiche. Es ist direkt unheimlich, wie diese Phänomene des verführerischen Geistes um sich greifen.

 

4.   Zeichen und Wunder

 

Abschließend sollte noch auf folgendes hingewiesen werden: Wir haben ein­gangs erwähnt, wie man sich bei den heute auftretenden Manifestationen von Zeichen und Wundern in der Regel auf die Apostelgeschichte beruft. Man behauptet, weil Gott heute noch derselbe ist, deswegen geschehen heute noch die­se übernatürlichen Dinge. Wir haben aber dargelegt, wie die Heilige Schrift in den Wiederkunftsreden unseres Herrn eindringlich vor verführerischen Zei­chen und Wundern warnt. Dass unser Herr derselbe ist wie zu allen Zeiten, steht fest. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass Er auch heute genauso han­delt. Wir glauben der Heiligen Schrift aufs Wort, dass Gott die biblischen Wunder getan hat. Aber wie auch der Artikel von Dr. J. C. Whitcomb in „BuG" 1/1982 „Möchte Gott, dass Christen heute Wunder wirken" auf­zeigt, gab es im Laufe der Menschheits­geschichte nur ganz be­stimmte Zeitabschnitte, in denen göttliche Wun­der und Zeichen ihre be­sondere Aufgabe hatten. Für die Zeit der Urgemeinde z. B. gilt Hebr 2,3-4: „Wie wollen wir entrinnen, wenn wir ein solches Heil nicht achten, welches zuerst gepredigt ist durch den Herrn, bei uns bekräftigt durch die, die es gehört haben, und Gott gab dazu Zeugnis mit Zeichen und Wundern und Taten und Austeilung des Heiligen Geistes nach seinem Willen." Nun ist es be­kannt, dass der Herr gewöhnlich auf zwei Oder drei Zeugen hin eine Sache bekräftigte, und in den Versen 3 und 4 haben wir nun die drei Zeugen des neuen Bundes. Der erste Zeuge ist unser Herr Jesus Christus, „zuerst gepredigt durch den Herrn". Darauf folgen die Apostel, die Augen- und Ohrenzeugen, die das Wort bestätigen, denn es heißt „bei uns bekräftigt durch die, die es gehört ha­ben". Als dritter Zeuge wird Gott selbst erwähnt, der sein Wort mit Zeichen und Wundern bekräftigte. Warum nun soll Gott heute noch so wirken, nachdem das Zeugnis voll gültig abgeschlossen ist? Wenn wir diese Verse naher betrachten, so stellen wir fest, dass das Prädikat des Hauptsatzes passiv ist und im Aorist des Indikativs steht. Also liegt hier eindeutig eine Vergangenheitsform vor. Der Schreiber des Hebräerbriefes redete damit zu seiner Zeit schon in der Vergangenheit. Wohl steht der V. 4 dann in der Gegenwartsform, dieser ist aber ein genetivus absolutus, somit zeit­lich dem Prädikat des Hauptsatzes zu- und untergeordnet. Die Vergangenheits­form in diesen Versen des Hebräerbrie­fes gibt uns eine Erklärung dafür, dass Gott zur Zeit Jesu und zu Beginn der Ge­meindezeit so zeichenhaft handelte und wirkte. Wenn wir uns aber beispielswei­se das Gerichtshandeln Gottes bei Ananias und Saphira in Erinnerung rufen (Apg. 5), so ist offensichtlich, dass dies nicht die normale Form der Bestrafung von Sünde bei Gläubigen seitens des Herrn heute ist! Die Verse Mk 16,17-20, die oft von Irrströmungen oder anderen sektiererischen Gruppen (Mormonen, Christliche Wissenschaft etc.) zitiert werden, munden ebenfalls zeitlich - je­denfalls in ihrem Zeichencharakter - in die Darlegung von Hebr 2,3-4 ein.

 

Wir müssen uns nun folgendes vor Augen halten: Genau die gleichen Be­griffe von Hebr 2,4 - nämlich Zeichen (semeion), Wunder (teras) und Kraftta­ten (dynamis) - die nur in fünf Bibelstel­len als gemeinsamer Ausdruck vorkom­men, finden wir, wenn auch in anderer Reihenfolge, in 2Thes 2,9 wieder. Dort werden ja, wie bereits ausgeführt, die Wiederkunft Jesu und die unmittelbar vorausgehenden Ereignisse geschildert. Somit werden diese Zeichen, Wunder und Krafttaten, die zu Beginn der Ge­meindezeit da waren, nochmals auftre­ten, aber mit anderem Vorzeichen. Und hier erfüllt die charis­matische Bewegung in gewisser Hinsicht Gottes Wort. Hatte man noch nie von solchen Strömungen gehört, musste man allein schon aufgrund der biblischen Prophetie annehmen, dass ge­nau so etwas komme und sich ausbreiten muss. Doch ist diesmal die Quelle nicht aus Gott, sondern, wie der 9. Vers aus 2Thes 2 unzweideutig sagt, aus Satan. Das zeigt auch die Geschichte der Pfingst- und Charismatischen Bewe­gung ziemlich deutlich. Wenn man auch auf den ersten Blick vielleicht versucht, im positiven Sinne an die Ereignisse der Urgemeinde zu denken - es werden ja auch dieselben Begriffe gebraucht -, so verbirgt sich doch etwas völlig anderes dahinter. Wenn nüchterne Seelsorger hinter die Kulissen dessen blicken, was sich zunächst so biblisch gebärdet, dann finden sie gewöhnlich eine okkulte Quelle. Gläubige, die vor ihrer Bekeh­rung mit Dingen des Aberglaubens und Spiritismus zu tun hatten und sich davon nicht ganz bewusst im Namen Jesu los­gesagt haben, neigen ganz stark zu ei­nem charismatischen Christentum. Das kann an vielen, vielen Beispielen belegt werden. Und weil so viele Christen in der heutigen Zeit okkulte Belastungen mit sich tragen, wachsen auch die Bewe­gungen, die Zungenreden, Wunderheilungen und große Zeichen propagieren, so rapide an.

 

5.   Worauf es ankommt

 

Nüchternen Christen und Gemeinden wird heute oft der Vorwurf gemacht: Euch fehlt Vollmacht, euch fehlt Kraft, es ist doch bei euch nicht so, wie es nach der Bibel sein sollte! Wenn wir aufrich­tig sind, müssen wir uns unter diesen Vorwurf beugen. Jeder, der von sich aus sagen würde, bei mir ist alles in Ord­nung, müsste sich doch wohl wie ein Heuchler vorkommen. Aber die Alterna­tive für echtes Glaubensleben ist keines­wegs die Schnellmethode des Handauf­legens, der eilige Empfang eines „zwei­ten Segens" durch Berührung, um die „Geistestaufe" zu empfangen, Erlebnis­se zu haben und Gaben, Charismen und Erfahrungen zu bekommen. Das alles führt letzten Endes zu Selbsterhöhung. Der biblische Weg, zu mehr Geistes­frucht zu kommen, ist ein anderer. Es steht nur einmal in der Bibel, dass der Vater läuft, dass der Schöpfer seinem Geschöpf mit Riesenschritten entgegen­eilt, nämlich in der Geschichte vom ver­lorenen Sohn. Hier haben wir den Fall, wo jemandem der Segen, die Fülle und Gnade Gottes in „Windeseile" zuteil wird. Pastor Wilhelm Busch stellte ein­mal die Frage: Wem lauft der Vater entgegen? Den Großen dieser Welt, den Frommen oder den Kirchenchristen? Auf unser Thema bezogen müssten wir diese Frage erweitern: Oder den Men­schen, die nach mehr Geistesgaben, nach einer „Geistestaufe" oder nach mehr Er­lebnissen streben? Nein, sondern der Va­ter lauft dem Sünder entgegen, der um Gnade fleht: „Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir" (Luk. 15, 21). Wenn wir so vor unseren Herrn tre­ten, erhalten wir „in Eile" die Gnade, den Segen, die Fülle und die Kraft Gottes. Das ist der Weg zum Herzen Gottes, der Weg zu mehr geistlicher Kraft: Buße! In den Sendschreiben werden sehr bekla­genswerte Zustände dargestellt. Es kann tatsachlich Rückschritte im Glaubensle­ben geben. Aber keiner der Gemeinden wirft der Herr Jesus vor, dass sie die Geistestaufe nicht empfangen habe oder womöglich zu wenig Gaben besitze. Je­doch mahnt er fünf Mal: Tue Buße!

 

Möge der Herr uns Gnade schenken, dass wir täglich den Weg des Kreuzes gehen, den Weg des Zerbruchs und des Gehorsams und daraus immer neu die Gnade, den Segen und die Kraft Gottes empfangen dürfen, um auch in diesen letzten Tagen überwinden zu können und in aller Nüchternheit ein Leben zu fuhren, das zur Ehre Gottes gereicht und Segensspuren hinterlässt.


Alexander Seibel

 

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Dazu noch:

 

In diesem Vortrags-Video werden allein aufgrund der Bibel weit verbreitete Irrlehren über Jesus Christus und den Heiligen Geist widerlegt.

 

Besonders wichtig für alle Anhänger der Pfingst- und Charismatischen Bewegung!

 

http://www.youtube.com/watch?v=AZgGeqXhl_8&list=UUPJYSp8sgqpUaIMK-DIg3vg