Als Nachfolger Jesu Christi wählen gehen?

 

In diesem Jahr bin ich 10 Jahre gläubig. Ich muss sagen, dass ich bin letztes Jahr auch immer an allen anstehenden Wahlen teilgenommen habe. Die Motive? Ja ähnlich, wie viele andere Wähler auch sagen: man soll doch froh sein, überhaupt noch wählen gehen zu dürfen, froh, dass man in einer Demokratie leben darf. Man muss Verantwortung zeigen und seine Stimme abgeben und nicht verfallen lassen usw.

 

Ja - Demokratie, wie viele andere auch bin ich damit aufgewachsen und kenne es gar nicht anders. Doch wenn wir zu Jesus Christus gehören, stehen wir unter einer Theokratie mit himmlischem Bürgerrecht und als Fremdlinge in dieser Welt. So habe ich mich seit Ende des letzten Jahres mehr und mehr von meiner früheren Einstellung distanziert und in Gottes Wort gerade die Bibelverse, die die Befürworter von Wahlgängen als Christ auch heranziehen, z.B. Röm. 13,1-7, dann ganz anders verstanden. Wir sollen uns den Obrigkeiten unterordnen und jede Obrigkeit ist von Gott eingesetzt, steht dort. Das jede Obrigkeit von Gott selbst eingesetzt ist, widerspricht aber eigentlich einer Demokratie, wo nicht mehr Gott die Regierung einsetzt, sondern wir selbst, das Volk. Die Meinung mancher Christen, dass Gott den Menschen das nun überlässt, die Obrigkeiten einzusetzen, finde ich so nicht in der Bibel.

 

Dazu kommt, dass wir hier kein Bürgerrecht haben. Wir sind Fremdlinge und haben den Auftrag, Botschafter an Christi statt zu sein. Der HERR Jesus sagte, dass Sein Reich nicht von dieser Welt ist und dass seine Diener in dieser Welt auch nicht kämpfen (Joh. 18,36). Nachfolger Jesu, die in Parteien eintreten, um dort sich politisch zu betätigen oder Christen, die freiwillige Dienste z.B. als Wahlleiter etc. ausüben, machen sich eins mit dieser Welt und kämpfen mit fleischlichen Mitteln (siehe auch Petitionen, Demos etc.). - siehe 2. Kor. 10,4. Vielmehr haben wir gem. 1. Tim. 2,1-4 eine andere starke Waffe, das Gebet für die Obrigkeiten, seien sie gut oder böse. Dass Gott, der HERR, diese Demokratie in der Welt zulässt, ist auch ein Teil Seines Ratschlusses auf dem Weg zur Ausreifung, bis es zur Wiederkunft Jesu Christi kommt, der dann herrschen wird.

 

In einer Zeit und Welt, wo alle Ordnungen Gottes auf den Kopf gestellt sind und die Gesetzlosigkeit herrscht, gerade da muss man ganz besonders wachsam sein, mit wem man sich unter ein Joch stellt, seien die Programme bestimmter Parteien auch noch so scheinbar vereinbar mit den Ordnungen Gottes, in deren Machtbereich wir als Erkaufte Jesu Christi stehen. Es wird doch nicht ohne Kompromisse gehen und die Gefahr, durch diese Aktivitäten "die Welt lieb zu gewinnen" ist mehr als groß!

Monika Ebert, 07.03.2016


Ähnliche Beiträge findet man hier:

 

Kann ein Christ zur Wahl gehen?

http://www.nua.de/smf/index.php?topic=48.0;wap2

 

 

Warum ich nicht wählen gehe

http://www.bibelpraxis.de/index.php?article.1849



Anmerkungen zu  den Aufrufen mancher Brüder  zu Demonstrationen und Petitionen sowie Werbemails für die AfD.

Ein Kind Gottes und Politik halte ich für unvereinbar. Unser aller Bürgerrecht ist im Himmel und nicht in der Welt, dort sind wir Fremde. Insofern können wir nicht dort mithelfen, die Welt zu verbessern. So wird z. B. die DEMO FÜR ALLE in Deutschland von Frau Hedwig von Beverfoerde organisiert. Sie selbst ist katholisch.  Viele andere Organisationen weltlicher und ökumenischer Art stehen ebenfalls dahinter. Die Zusammenarbeit ist also obendrei noch  eine gefährliche Tendenz zur Vermischung mit anderen Religionen.

 

In der Nachfolge Jesu Christi haben wir doch ganz andere Aufgabenstellung. Sicherlich sind die aktuellen Missstände in Gesellschaft und Politik sehr katastrophal, und vom menschlichen Standpunkt aus möchte man gerne dagegen aktiv werden. Dabei muss man aber beachten, dass uns das Wort Gottes diese Dinge zum Ende der Zeiten hin prophezeit. Es muss sich also so erfüllen. Die antichristlichen Prozesse müssen ausreifen, und vieles, was jetzt bei uns und in Europa und darüber hinaus passiert, kann man auch bereits als eintretende Gerichte Gottes erkennen über Menschen und Länder, die sich von Gott und seinen Ordnungen abgewandt haben, und das trotz der Gnade Gottes über so viele Jahre des Wohlstandes.

 

Wollen wir wirklich gegen Gottes Gerichtshandeln und Ratschluss agieren? Ich denke nein. Wir können aber weiterhin das Evangelium verbreiten, und wir dürfen vor allem viel beten, dass sich noch Menschen erwecken und retten lassen und zum lebendigen Glauben an Jesus Christus finden. Wir dürfen auch um Aufschub beten für die jetzigen Gerichtshandlungen Gottes für unser Land und unsere Generation.

Monika Ebert

 


Gedanken zum Thema

„Ist die aktive Teilnahme und Unterstützung von Demos, Petitionen, Politik
als wiedergeborener Christ der richtige Weg?“ (von M. Ebert)

Immer mehr gehen die uns vom HERRN Jesus Christus prophezeiten endzeitlichen Entwicklungen mit ihrer Umkehr von den göttlichen Ordnungen und der präsenten Gesetzlosigkeit wie auch der zunehmenden Christenverfolgung vor unseren Augen in Erfüllung. Die Kinder in den Schulen werden durch gotteswidrige Lehrpläne hinsichtlich der Sexualerziehung und dem gender-mainstreaming schon frühzeitig einer gefährlichen Verführung ausgesetzt. So kamen in letzter Zeit immer mehr Infos per Email oder auch durch andere Wege zu den Geschwistern, doch hiergegen aktiv mitzukämpfen und sich an diversen Demos, Petitionen und ähnlichen Aktivitäten zu beteiligen, um soviel wie möglich von diesen Fehlentwicklungen aufzuhalten. Ist das wirklich im Willen Gottes? Ich hatte keine Freudigkeit, mich hieran zu beteiligen und habe diese Informationen zwar gelesen, jedoch meistens dann auch wieder vernichtet. Da sich das immer mehr häufte, machte ich mir mehr Gedanken darum und recherchierte hier und da, wer oder welche Organisationen hinter einzelnen Aktivitäten stehen. 

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Sind Demos etc. der richtige Weg für Chr
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