Alfred Christlieb aus "Deine Zeugnisse - mein ewiges Erbe"

Das Amtsschild = Unser Gebetsschild!

 

Aaron soll mein Priester sein; und du sollst Aaron heilige Kleider machen, die herrlich und schön seien. Das sind aber die Kleider: Das Amtsschild, der Leibrock, der Purpurrock, der enge Rock, Hut und Gürtel - 2. Mose 28,1-4

 

Aaron hat als Priester die Aufgabe gehabt, sühnend bei jeder Versündigung des Volkes vor Gott einzutreten. Scharen von Priestern hatten mit ihm diesen heiligen Dienst zu versehen.

 

Im Neuen Testament werden die an den Herrn Jesus gläubigen Menschen das "priesterliche Volk" genannt (1. Petrus 2,9). Aaron und seine Priester dürfen wir als Vorbilder für das neutestamentliche Priestervolk ansehen. So betrachten wir die einzelnen Stücke der Kleidung Aarons in ihrer sinnbildlichen Bedeutung.

 

Da ist zunächst das Amtsschild. Es bestand aus zwölf goldgefassten Edelsteinen, auf welchen die Namen der zwölf Stämme Israels eingraviert waren. 2. Mose 28,29 heißt es: "Also soll Aaron die Namen der Kinder Israel tragen auf seinem Herzen, wenn er in das Heiligtum geht."

 

Wahre Christen gehen auch täglich ins Heiligtum, tragen die Namen ihrer Angehörigen, Freunde und Bekannten vor Gott in ernster Fürbitte. Welche Macht geht doch aus von einem Familienvater, der täglich die Namen seiner Lieben vor den Gnadenthron trägt! Kinder eines solchen Vaters sind reicher als Millionärskinder!

 

Aaron hatte auf seinem Amtsschild die Namen aller zwölf Stämme seines Volkes. Er trug das ganze Volk auf betendem Herzen.

 

Manche Gläubigen sind so eng begrenzt in ihrer Fürbitte. O Volk Gottes! Nimm wieder das Schildlein mit dem Namen des ganzen Volkes auf dein Herz! Paulus sagt: "Haltet an mit Flehen für alle Heiligen!"

 

Es gibt Christen, in deren Gebetsschildlein fehlen wohl elf Steine! Das muss anders werden! Gesegnet die Beter, die für andere flehen:

"Zeige ihnen die Gefahr, in der sie stehen!" -

"Bewahre sie vor Verbindungen, die dir, o Gott, missfallen!" -

"Lass, o Herr, ihre Seelen etwas gelten vor dir!"

 

Sie tun den wahren Priesterdienst. 

 

 

Andacht zum 8. März