Echte christliche Liebe ist etwas völlig anderes!

 

Gott aber, der reich ist an Barmherzigkeit, wegen seiner vielen Liebe, womit er uns geliebt hat, hat auch uns, als wir in den Vergehungen tot waren, mit dem Christus lebendig gemacht durch Gnade seid ihr errettet. (Epheser 2,4.5)

 

 

Heutzutage propagiert man in weiten Teilen der Christenheit eine allgemeine Großzügigkeit, eine grenzenlose Toleranz, einen universellen Liberalismus, eine Respektierung anderer Ansichten, die so weit geht, dass sie sogar das Böse erlaubt, eine Weite des Geistes, die man – ohne nähere Prüfung – für christliche Nächstenliebe und Barmherzigkeit hält.

 

Für jede Sünde Barmherzigkeit!“, sagt man. Ist das nicht das Evangelium? Nein, weit gefehlt! Das ist gerade die Leugnung des Evangeliums. Warum? Weil diese Art des Entgegenkommens oder der verständnisvollen Barmherzigkeit nur Gleichgültigkeit ist gegenüber der Wahrheit und dem Irrtum, gegenüber dem Guten und dem Bösen. Sie ist die egoistische Haltung derer, die sich in ihrer persönlichen Ruhe nicht stören lassen wollen.

 

Echte christliche Liebe ist etwas völlig anderes.

 

Sie leidet angesichts des Bösen und empfindet große Traurigkeit.

 

Aus wahrer Liebe für die, die sich verirrt haben,

versäumt sie keine Gelegenheit, sie zu warnen.

 

Sie weiß: Gott geht über die Sünde nicht großzügig hinweg, sondern Er muss sie richten. Aber Er liebt den Sünder und hat seinen Sohn, den Herrn Jesus, als Sühnopfer gesandt, damit Sünden vergeben und Sünder gerettet werden können.

 

Das ist wahrlich keine billige Barmherzigkeit.

 

Sie hat Gott unendlich viel gekostet.

 

Der Sohn Gottes hat sein Leben gegeben aus Liebe zu uns Menschen. Welche Dankbarkeit erfüllt den Gläubigen, wenn er versteht, dass Christus, der Einzige in der Welt ohne Makel, sein Leben für ihn hingegeben hat! Eine solche Liebe hat er nicht verdient. Eine Barmherzigkeit, die so viel gekostet hat, wird ihm so unerwartet, so unerhört, so unglaublich erscheinen, dass eine tiefe Veränderung in ihm beginnt.

 

Tägliche Bibellese:   Jesaja 51,12-23  Hebräer 12,1-11

( Beitrag aus ‘‘Der Herr ist nahe‘‘ vom 26.10.2022 entnommen )