Lasse dir deine geistliche Speise nicht verunreinigen!

 

Es war Hungersnot im Land. … Und Elisa sprach zu seinem Knaben: Setze den großen Topf auf und koche ein Gericht für die Söhne der Propheten. (2. Könige 4,38) 

 

Der Prophet Elisa weist seinen Diener an, den großen Topf auf das Feuer zu setzen. – Wäre nicht ein kleiner Topf angemessener gewesen? Schließlich herrscht Hungersnot. Und was soll in den großen Topf hinein? – So ungefähr denkt wohl einer der Prophetenschüler, der losgeht, um auf dem Feld Kräuter zu suchen. Er findet wilde Früchte, die er dann zerschnitten in den Topf gibt.

 

Doch der Mann begeht zwei Fehler:

Zunächst einmal zieht er offenbar ohne jede Aufforderung des Propheten los.

Und dann erntet er in seiner Unwissenheit völlig ungenießbare Früchte von einem Kürbisgewächs und verdirbt damit die ganze Mahlzeit.

 

Wenn es um geistliche Speise für uns heute geht, dürfen wir alles vom Herrn Jesus erwarten. Er will uns sättigen. Ihm fehlt es nicht an Möglichkeiten, „den großen Topf“ zu füllen. Sein Wort aufbereitet für unsere Herzen – ist das, was wir brauchen, damit unser innerer Mensch gestärkt wird.

 

Doch ähnlich wie der Prophetenschüler stehen auch wir in der Gefahr, das Geistliche, was der Herr geben will, mit menschlichen Ideen anzureichern. Wir vermischen dann Geistliches und Natürliches und merken zunächst gar nicht, dass wir damit das Geistliche verderben!

 

Der Herr Jesus sagt: „Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, wird niemals dürsten“ (Johannes 6,35) Er allein kann durch sein Wort und seinen Geist und oft mithilfe seiner Knechte, die Er dazu befähigt und beauftragt hat, unseren geistlichen Hunger stillen.

 

So endet auch unsere Geschichte:

Man wirft Mehl, ein Bild des Herrn Jesus, des vollkommenen Menschen, in den Topf. Nun ist die Speise genießbar, und alle werden gestärkt.

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 20.2.2021 entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )