Israels Wüstenreise hat für uns alle eine mahnende Funktion!

 

Alle aßen dieselbe geistliche Speise, und alle tranken denselben geistlichen Trank; denn sie tranken aus einem geistlichen Felsen, der sie begleitete. – Der Fels aber war der Christus.

(1. Korinther 10,3.4) 

 

In der Wüste, auf der Reise von Ägypten nach Kanaan, wurde das Volk Israel von Gott versorgt. Sie aßen das Manna, das jeden Morgen vom Himmel fiel, und tranken Wasser aus dem Felsen, den Mose geschlagen hatte. Alternativen dazu gab es nicht. Sie hatten alle dasselbe, und sie hatten alle genug.

 

Das stoffliche Manna der Wüstenreise wird in unserem neutestamentlichen Bibelwort eine geistliche Speise genannt und der steinerne Felsen ein geistlicher Felsen.

 

Was will der Geist Gottes uns damit sagen?

 

Zunächst dies: In beiden Fällen hatte Gott auf besondere Weise eingegriffen, um Israel in der Wüste zu versorgen. Als das Volk zu Beginn der Reise vor Hunger murrte, ließ Gott Brot vom Himmel regnen; und diese wunderbare Versorgung hörte erst auf, als Israel sich vom Getreide des Landes Kanaan ernähren konnte.
(2. Mose 16,4; Josua 5,12)

 

Auf ähnlich wunderbare Weise versorgte Gott sie mit Wasser. Wo weit und breit keine Quelle zu sehen war, schlug Mose den Felsen im Auftrag Gottes mit seinem Stab. Da kam so viel Wasser heraus, dass das ganze Volk trinken konnte. (2. Mose 17,1-7) Und der Apostel Paulus erklärt: Es war Christus (Gott, der Sohn), der das Volk auf der langen Reise begleitete und auf wunderbare Weise versorgte.

 

Zum anderen weisen die Ausdrücke „geistlicher Trank“ und „geistlicher Felsen darauf hin, dass die Ereignisse der Wüstenreise eine vorbildliche oder typologische Bedeutung haben. Wir lernen daraus, dass Christus auch uns auf der Reise durch eine böse Welt, die dem inneren Menschen nichts bieten kann, mit geistlicher Speise und geistlichem Trank versorgen will. Zugleich haben die Vorbilder der Wüstenreise eine mahnende Funktion, damit wir nicht nach bösen Dingen begehren  (1. Korinther 10,6-11) 

 

Tägliche Bibellese:   Esther 5,1-14  Sprüche 20,1-10

 

( Beitrag aus ‘‘Der Herr ist nahe‘‘ vom 1.3.2022 entnommen )