Was für eine vorbildliche Gastfreundschaft!

 

Es geschah eines Tages, da ging Elisa nach Sunem hinüber; und dort war eine wohlhabende Frau, und sie nötigte ihn, bei ihr zu essen. Und es geschah, sooft er durchzog, kehrte er dort ein, um zu essen.

(2. Könige 4,8)

 

 

Als diese Frau Elisa zum ersten Mal begegnet, kennt sie ihn noch nicht. Doch sooft er durch ihr Dorf zieht, lädt sie ihn ein, bei ihr zu essen – und dann auch zu übernachten. Immer deutlicher merkt sie, dass er „ein heiliger Mann Gottes ist“  (V. 9) Einige Zeit später hält sie einen Sohn in den Armen, wo sie doch schon alle Hoffnung auf ein Kind aufgegeben hat.

 

So antwortet Gott auf ihre Gastfreundschaft!

 

Ja, manchmal muss die Ausübung von Gastfreundschaft Hindernisse überwinden: Als der Herr Jesus zusammen mit den zwei Jüngern nach Emmaus kommt, da stellt Er sich, „als wolle er weitergehen“ – seine beiden Begleiter müssen Ihn nötigen, damit Er bei ihnen einkehrt. Und als die Purpurhändlerin Lydia in Philippi getauft ist, lädt sie Paulus und die Reisegruppe in ihr Haus ein. Sie muss ebenfalls zum Besuch nötigen, so wie es hier die Frau aus Sunem bei Elisa tun muss. (Lukas 24,29; Apostelgeschichte 16,15)

 

Gastfreundschaft zu üben ist eine Pflicht: Wir sollen danach trachten, sollen gastfrei sein, und das ohne Murren. Dazu werden nicht nur wir – sondern auch schon die ersten Christen angehalten! (Römer 12,13; Titus 1,8; 1. Petrus 4,9)

 

Gastfreundschaft zu üben ist ein Segen: Ob der Schreiber des Hebräerbriefes wohl an Elisa gedacht hat, als er schrieb: „Die Gastfreundschaft vergesst nicht, denn durch diese haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt“?  (Hebräer 13,2)

 

Wir sollten nicht nur die Mühe sehen, die die Gäste machen – sondern auch den Segen, der aus den Besuchen entsteht.

 

Probieren wir es doch neu aus!

 

Tägliche Bibellese:   Jesaja 19,1-25  Apostelgeschichte 26,19-32 

( Beitrag aus ‘‘Der Herr ist nahe‘‘ vom 22.9.2022 entnommen )