A.W. Tozer

Tapfere Männer braucht das Kampffeld der Seele

 

Aber ich achte mein Leben nicht der Rede wert, damit ich meinen Lauf vollende und den Dienst, den ich von dem Herrn Jesus empfangen habe: das Evangelium der Gnade Gottes zu bezeugen. Apostelgeschichte 20,24

 

Die Gemeinde braucht im Augenblick Männer, richtige Männer, tapfere Männer. Überall heißt es, wir bräuchten eine Erweckung – und Gott weiß, wie nötig wir sie haben; aber Gott will keine Mäuse erwecken.

 

Es mangelt uns an Männern, die sich für den Kampf der Seele zur Verfügung stellen, die sich nicht vor dem Tod fürchten, weil sie den Versuchungen der Welt bereits gestorben sind. Solche Männer sind frei von all den Zwängen, die schwächere Menschen beherrschen und einengen.

 

Diese Art Freiheit ist nötig, wenn wir wieder Propheten auf unseren Kanzeln haben wollen und keine Maskottchen. Diese freien Männer werden Gott und der Menschheit aus Motiven dienen, die zu hoch sind, um von den Allerwelts-Unterhaltern verstanden zu werden, die heute das Heiligtum bevölkern.

 

Sie werden keine Angstentscheidungen treffen, keinen Gefälligkeitskurs steuern, keinen Dienst aus finanziellen Erwägungen annehmen, keine religiösen Handlungen vornehmen, nur weil es die Sitte so will, noch werden sie sich selbst gestatten, sich durch Publikumsgunst oder um ihres Rufes willen beeinflussen zu lassen.

 

Die wahre Gemeinde hat sich nie nach der öffentlichen Meinung erkundigt, bevor sie den Kampf eröffnete. Ihre Führer hörten auf Gott – sie kannten den Willen des Herrn und handelten danach. Ihre Leute folgten ihnen – manchmal zum Sieg, viel häufiger aber zu Leiden und öffentlicher Verfolgung –, und ihr ausreichender Lohn lag in dem befriedigenden Bewusstsein, in einer falschen Welt auf der richtigen Seite zu stehen!

 aus "Verändert in sein Bild"  - Tägliche Andachten von A.W. Tozer - Tag: 11. August