Verpasste Chancen: Was wäre, wenn?

 

Spr.19,21 Ein Mensch macht vielerlei Pläne in seinem Herzen, aber der Ratschluss des HERRN hat Bestand.

 

Ein Haus oder eine Wohnung kaufen, die Arbeitsstelle wechseln, die Beziehung beenden. So manches im Leben entpuppt sich im Nachhinein als Fehlentscheidung! Doch auf lange Sicht bereuen wir vor allem Dinge, die wir nicht getan haben. Weil sich dahinter etwas erahnen lässt, was viele Menschen kennen. Die Befürchtung, im Leben etwas verpasst zu haben! Wenn das Leben auf dem eingefahrenen Weg einfach so dahin tuckert!. »Ich weiß, dass für mich die richtige Zeit gekommen ist, …...« Unser Leben ist in der Hand unseres Vater-Gottes. Und zwar des heiligen, allmächtigen Gottes, der nicht nur unser Schöpfer ist, sondern der durch Jesus Christus auch unser Vater geworden ist. ER lässt uns leben und schenkt uns immer wieder einen neuen Morgen und Tag!

 

Ps.143,8 Lass mich früh deine Gnade hören, denn auf dich vertraue ich! Lass mich den Weg erkennen, auf dem ich gehen soll, denn zu dir erhebe ich meine Seele.

 

Nach Gott fragen schließt die Bereitschaft zur Korrektur, zur Veränderung ein. Was aber, wenn sein Weg mit uns in eine andere Richtung verläuft? Aber ich will bei all dem Gott immer die Möglichkeit geben, mich zu beraten und mich zu korrigieren. Ich will ihm die Möglichkeit geben, alle meine Pläne zu durchkreuzen, weil ich doch längst weiß, dass er es besser weiß und auch besser kann. Vielleicht sollte ich so wie Paul Gerhardt beten: „Ist’s Werk von dir, so hilf zum Glück. Ist’s Menschentun, so treib zurück und ändere meine Sinnen. Was du nicht wirkst, das pflegt von selbst in kurzem zu zerrinnen.“

 

Jes.28,29 Auch dies geht aus von dem HERRN der Heerscharen; denn sein Rat ist wunderbar, und er führt es herrlich hinaus.

 

Wenn es nicht so läuft, wie wir uns das vorgestellt haben, dann sind wir manchmal enttäuscht. „Herr, warum?“ Manchmal verstehen wir unseres Herrn Jesu Führung in unserem Leben absolut nicht! Gottes Plan und SEIN Ratschluss sind manchmal auch verborgen. Hedwig von Redern hatte nach einem schweren Schicksalsschlag dieses so wertvolle Lied geschrieben: „Weiß ich den Weg auch nicht, du weißt ihn wohl, das macht die Seele still und friedevoll ... Du weißt den Weg ja doch, du weißt die Zeit, dein Plan ist fertig schon und liegt bereit ...Du weißt, woher der Wind so stürmisch weht, und du gebietest ihm, kommst nie zu spät. Drum wart ich still, dein Wort ist ohne Trug; du weißt den Weg für mich – das ist genug.“

 

Am.3,7 Nein, GOTT, der Herr, tut nichts, ohne daß er sein Geheimnis seinen Knechten, den Propheten, geoffenbart hat.

 

Gott reagiert heute genauso, wie wir es im Propheten Amos nachlesen können! ER sitzt im Regiment und lässt alles so zu, dass es uns zum Besten dient! Auf einmal wird uns im Alltag unseres Glaubenslebens immer klarer, dass wir die Dinge nicht im Griff haben. Gott aber entgleitet nichts, das ist gewiss. Wir sind in seiner Hand!

 

 

Ich persönlich glaube nicht, dass der Vers aus den Sprüchen 19,21 uns sagen möchte, höre auf mit all deinen Plänen! Im Gegenteil, wir, SEINE Kinder, als wiedergeborene Christen sollten nicht planlos durch die Welt stolpern. Gott hat sicherlich nichts gegen das Pläneschmieden.  Aber ich sollte IHN niemals aus meinen Planungen und aus meinem Denken herausstreichen! Verlassen wir uns immer wieder auf SEINE Pläne, um uns in SEINER sicheren Hand und Führung im Leben beschützt zu wissen! Ohne unseren Herrn Jesus gehen unsere eigenwilligen Planungen meistens schief!

 

Walter Ertl

 

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )