Ratschluss Gottes

 

Rolf Müller

 

Der ganze Ratschluss Gottes muss verkündigt werden. Es beginnt mit dem Gesetz Gottes, mit der Heiligkeit und den Forderungen eines gerechten Gottes und dem Zorn Gottes. Nur so werden Menschen von ihrer Schuld überführt. Der Goldfaden des Evangeliums muss mit der Nadel des Gesetzes vorgestochen werden. Sie müssen von der Wirklichkeit des Zorns Gottes hören. Sie müssen ihre Sünde und Verlorenheit erkennen.

 

Dann können wir ihnen die Lehre von der Gnade Gottes und vom Heil im Herrn Jesus Christus vorstellen. Sie müssen begreifen, dass kein Mensch durch seine guten Taten gerettet wird, sondern allein durch den Glauben an das Erlösungswerk  des Herrn Jesus.

 

Sie müssen hören, dass der ewige Sohn Gottes auf die Erde kam, auf wunderbare Weise durch eine Jungfrau geboren wurde, dem Gesetz völlig gehorsam war, und dass er unsere Sündenschuld und die Strafe für unsere Sünde auf sich nahm und dass wir dadurch gerettet sind.

 

Wir müssen ihnen sagen, dass Jesus Christus, der Sohn Gottes, den Tod am Kreuz erlitt, gestorben ist und begraben wurde und buchstäblich leiblich auferstanden ist. Wir müssen erzählen, dass er sich nach seiner Auferstehung vielen Menschen offenbart hat, dass er in den Himmel aufgefahren ist, zur Rechten  Gottes sitzt und dass er wiederkommen wird in Macht und Herrlichkeit und sein ewiges Reich aufrichten wird. Wir dürfen nichts verschweigen. Wir müssen den Verstand, das Herz und den Willen der Menschen ansprechen. Glauben wirken und Segen der Buße kann nur Gott selber schenken.

 

Wir müssen die Menschen freundlich einladen, aber wir müssen ihnen die Gnade Gottes nicht hinterher schleudern. Erst wenn die Menschen ihre Verlorenheit erkennen, werden sie umkehren und Buße tun. Gesunde brauchen keinen Arzt. Das ist die Schwierigkeit heutiger Evangelisationen. Es gibt keine Sünder mehr. Ein "Gutmensch" erfreut sich der unendlichen Liebe Gottes und geht weiter seine eigenen Wege. Er hat durch einseitige Verkündigung gesagt bekommen, Gott sei verliebt in uns und toleriert deshalb alles, was wir tun.

 

Gott liebt uns, aber er ist nicht verliebt, er ist nicht blind. Nicht weil wir so wertvoll sind, liebt uns Gott, sondern weil Gott uns liebt, sind wir wertgeachtet in seinen Augen. Er hat uns geliebt, als wir noch Feinde waren. Angesichts dieser unbegreiflichen Liebe, die unser Denkvermögen übersteigt, können wir nur dankbar und in Ehrfurcht vor ihm niederfallen.

 

Schönster Herr Jesus,

Herrscher aller Enden,

Gottes und Marien Sohn,

dich will ich lieben,

dich will ich ehren,

 

du meiner Seelen Freud und Kron!