Die Höhlen von Qumran

 

Im Frühjahr 1947 suchte der beduinische Hirtenjunge Muhammad in den zerklüfteten Berghängen Qumran am Westufer des Toten Meeres nach einer verirrten Ziege.

Er warf einen Stein in eine Felsenspalte, in der er sein Ziel vermutete. Zu seiner Überraschung hörte er das Geräusch zerbrechender Tonkrüge. Was war das? Er hatte eine wichtige Höhle entdeckt.

Sofort zwängte er sich in diese geheimnisvolle Höhle hinein und fand dort eine Reihe von Tonkrügen, in denen sich mit Leinwand umwickelte Lederrollen befanden. Es waren alte, überaus wertvolle Handschriften, die 1.900 Jahre lang in ausgezeichneter Verfassung erhalten geblieben waren.

Der Hirtenjunge nahm eine Rolle mit und stellte zu seiner Verwunderung fest, dass die Altertumsforscher sehr daran interessiert geblieben waren. Es entstand eine wilde Jagd zwischen gierigen Abenteuern und den Gelehrten auf diese besonderen Manuskripte.

 

Die Preise für die Buchrollen stiegen in die Millionen. Der sensationelle Fund der Tote-Meer-Rollen hat die Gelehrtenwelt in Bewegung gebracht.

 

Für uns ist de Rolle mit dem Buch Jesaja die weitaus wichtigste. Sie wird in Jerusalem aufbewahrt. Es gibt nicht den leisesten Zweifel an der Echtheit des Manuskripts, das auf 100 v. Chr. datiert wird und in genauer Übereinstimmung mit dem 1000 Jahre jüngeren masotorischen Text von Jesaja ist.

 

Und allen Kritikern, die sagen, die Bibel stecke voller Fehler, wurde wieder die Unrichtigkeit ihrer Behauptung bewiesen. Sie meinten: Durch diese alten Rollen wird offenbar, dass nichts an dem Jesajabuch stimmt. Was aber kam bei sorgfältiger Untersuchung heraus? Für jeden Bibelleser ist es schön zu hören, dass auch diese alten urkunden nichts anderes sind als ein erneuter Beweis von der wörtlichen, ja buchstäblichen Wahrheit und Richtigkeit der Heiligen Schrift.

Gottes Wort ist wie ein Fels. Es ist unumstößlich.

 

Der Himmel und die Erde werden vergehen, meine Worte aber werden nicht vergehen (Matth. 24,35).

aus dem Traktat "Ein Brief für dich" VdHS